Nürnberg

Der gute Morgen: Nutzen wir die erzwungene Entschleunigung!

Die Corona-Krise als Herausforderung. In einer neuen Serie geben Menschen aus der Region positive Impulse für den Tag. Heute: Die Unternehmerin Dagmar Wöhrl.
Das Pflegepersonal der Uniklinik Würzburg mit klarer Ansage an die Würzburger. In unserer neuen Kolumne 'Der gute Morgen' dankt die Unternehmerin Dagmar Wöhrl unter anderem den vielen Krankenschwestern und Ärzten, die lebensnotwendige Bereiche aufrecht erhalten.
Foto: Silvia Gralla | Das Pflegepersonal der Uniklinik Würzburg mit klarer Ansage an die Würzburger. In unserer neuen Kolumne "Der gute Morgen" dankt die Unternehmerin Dagmar Wöhrl unter anderem den vielen Krankenschwestern und Ärzten, ...

Wenn jemand vor einem halben Jahr von einer Corona-Krise gesprochen hätte, hätten wohl viele von uns an das bekannte Bier gedacht. Was wir in den letzten Tagen in Deutschland, nein, in der ganzen Welt erleben, ist eine noch nie dagewesene Situation. Doch anstatt jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, gilt es, alle Kräfte zu bündeln, um als Nation, als Menschheit zusammenzustehen und gemeinsam gegen das Virus vorzugehen.

Die Nürnberger Unternehmerin Dagmar Wöhrl
Foto:  Bernd-Michael Maurer/TVNOW | Die Nürnberger Unternehmerin Dagmar Wöhrl

Wir in Deutschland können derzeit stolz auf unser flächendeckendes Gesundheitssystem sein, denn im Gegensatz zu anderen Ländern, haben wir noch nicht so viele Tote zu beklagen. Wir sollten in diesen Momenten nicht vergessen, wer in dieser Krise dafür sorgt, dass wir ohne große Sorgen an das Morgen denken können. Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, Supermarkt-Mitarbeiter, Müllmänner oder Mitarbeiter der Stromversorger. All die Menschen, die trotz ihrer Ängste die lebensnotwendigen Bereiche für uns aufrechterhalten.

Als Familienunternehmerin merke ich aber auch, wie viele Jobs nun auf der Kippe stehen. Viele – auch von unseren Mitarbeitern – müssen in Kurzarbeit gehen und damit Einschnitte im Einkommen in Kauf nehmen. Hier müssen wir uns solidarisieren und uns gegenseitig unterstützen. Wir alle sollten zwar nicht körperlich, aber im Geiste zusammenrücken und auch über den Tellerrand schauen.

Vielleicht gibt es in der Nachbarschaft ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen, die über jede Hilfe dankbar sind. Hier kann vor allem unsere Jugend beweisen, wie viel ihnen an einem gesunden Miteinander liegt - und im wahrsten Sinne des Wortes mit anpacken. Und allen anderen empfehle ich, die erzwungene Entschleunigung dazu zu nutzen, die Steuererklärung dieses Jahr besonders pünktlich fertigzustellen oder das eine Buch, welches seit Jahren im Regal liegt, endlich zu lesen. Man kann auch endlich mit Yoga anfangen oder den Frühjahrsputz als kleine Sporteinheit nutzen.

Bleiben wir alle ruhig und legen unser Vertrauen in die Empfehlungen der Spezialisten. Bleiben Sie alle gesund.

Dagmar Wöhrl (65) aus Nürnberg ist Unternehmerin und war von 1994 bis 2017 für die CSU Mitglied im deutschen Bundestag. Seit 2017 ist sie Mitglied der Investoren bei der Fernsehshow "Höhle der Löwen". Dieser Beitrag gehört zur neuen Main-Post-Serie "Der gute Morgen", in der in Zeiten der Corona-Krise Menschen aus Franken ihre positiven Gedanken aufschreiben und mit unseren Leserinnen und Lesern teilen.

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