München

Ganz Bayern soll im Sommer zur Kulturbühne werden

Ein "Kultursommer" soll die Sehnsucht nach Kultur stillen, verspricht der Kunstminister. Mainfranken ist vom Ringpark bis zur Mainfähre an vielen spannenden Orten mit dabei.
Bereits letzten Sommer gab es Open-Air-Kultur wie hier im Innenhof des Würzburger Rathauses. In diesem Jahr soll ein 'Kultursommer' ganz Bayern zur Kulturbühne machen.
Foto: Patty Varasano | Bereits letzten Sommer gab es Open-Air-Kultur wie hier im Innenhof des Würzburger Rathauses. In diesem Jahr soll ein "Kultursommer" ganz Bayern zur Kulturbühne machen.

Mit einem staatlich geförderten "Kultursommer" will Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) der in der Corona-Pandemie hart getroffenen Kulturszene in Bayern einen attraktiven Neustart ermöglichen: "Wir wollen dafür auch Orte öffnen, die bislang für Kulturveranstaltungen nicht zugänglich waren", sagte Sibler. Aber auch die Kommunen seien gefragt "Kulturveranstaltungen auf Sehnsuchtsplätzen zu ermöglichen", wirbt der Minister.

Mehr als 900 Spielstätten für Theater, Konzerte oder Lesungen

Bereits im März hatte Sibler deshalb alle bayerischen Kommunen, aber etwa auch die staatliche Schlösser- und Seenverwaltung um Unterstützung gebeten. Bayernweit rund 900 mögliche Spielstätten für Theater, Konzerte oder Lesungen wurden dem Ministerium daraufhin bislang gemeldet – davon 95 in Unterfranken. Alle verfügbaren Orte inklusive Ansprechpartner für interessierte Künstler sind im Internet unter bayernspielt.info aufgelistet.

Kultur in Mainfranken: Vom Sportplatz bis zum Hofgarten

In Mainfranken reicht das Angebot vom Innenhof des Luitpoldbades in Bad Kissingen über eine Mainfähre in Wipfeld (Lkr. Schweinfurt) bis zum Sportplatz des SC Schwarz-Weiß Oberbach in Wildflecken (Lkr. Bad Kissingen). In Würzburg stehen unter anderem der Rathaushof, der Schützenhof, der Ringpark oder der Hofgarten für den Kultursommer offen.

"Das Programm ist längst noch nicht durchgeplant und abgeschlossen", so Sibler. Die Grundidee sei, möglichst allen Künstlern einen einfachen Zugang zu einem geeigneten Auftrittsort zu ebnen – ohne komplizierte behördliche Hürden. Bereits am ersten Tag seien auf der Internet-Plattform "bayernspielt" mehr als 30 Veranstaltungen eingetragen worden, darunter etwa das Literatur-Projekt "Würzburg liest ein Buch" am 1. Juli.

"Ich ermuntere alle Künstler, mutig nach vorne zu gehen und Programme zu planen."
Kunstminister Bernd Sibler (CSU) zum Kultursommer in Bayern

Sowohl etablierte Veranstaltungen wie das Open-Air-Theater in Schloß Maßbach (Lkr. Bad Kissingen), als auch völlig neue Events könnten Teil des Kultursommers werden: "Ich ermuntere alle Künstler, mutig nach vorne zu gehen und Programme zu planen", sagte Sibler.

Minister hofft auf "Comeback der Lebensfreude in Bayern"

Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit zehn Millionen Euro. Darüber hinaus stehen laut Sibler bayernweit rund 380 Millionen Euro vom Bund für den Neustart der Kultur zur Verfügung. Mit diesem Geld können Kulturveranstaltungen gefördert werden, die sich aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht selbst tragen. Für Veranstaltungen, die nach dem 1. September geplant sind, gibt es zudem eine Corona-Ausfallversicherung. Der Kultursommer sei "das Comeback der Lebensfreude in Bayern", hofft Sibler: "Viele Menschen sind ausgehungert und haben eine große Sehnsucht nach Kultur."

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