CORONA

Das sind die aktuellen Corona-Regeln für Hochzeitsfeiern

Heiraten in der Corona-Krise       -  Endlich können Hochzeitspaare etwas aufatmen. Nach über acht Monaten sind Hochzeitsfeiern in der Corona-Pandemie wieder erlaubt.
Foto: Ivan Zelenin (iStockphoto) | Endlich können Hochzeitspaare etwas aufatmen. Nach über acht Monaten sind Hochzeitsfeiern in der Corona-Pandemie wieder erlaubt.

Als die Corona-Pandemie Anfang 2020 begann, mussten viele Hochzeitsfeiern ausfallen oder verschoben werden. Im Juni konnten Hochzeitspaare dann endlich aufatmen und wieder Hochzeit feiern. Doch lange hielt die Freude nicht. Denn im Spätherbst wurden Familienfeiern aufgrund der steigenden Covid-19-Infektionen wieder untersagt. Das ändert sich nun nach über acht Monaten. Seit 7. Juni 2021 sind Hochzeitsfeiern unter gewissen Umständen wieder erlaubt.

Was das für Ihre Hochzeit 2021 in Franken bedeutet und was Sie beachten müssen, erfahren Sie in den folgenden Absätzen. (Stand: 29. Juli 2021)

Hochzeitsfeier wieder erlaubt: 6 wichtige Fragen, worauf Sie achten müssen

Hochzeit in der Corona-Krise       -  Hochzeitspaare können sich freuen: Je nach Inzidenzwerten sind Hochzeitsfeiern 2021 endlich wieder möglich.
Foto: RoNeDya (iStockphoto) | Hochzeitspaare können sich freuen: Je nach Inzidenzwerten sind Hochzeitsfeiern 2021 endlich wieder möglich.

Seit 7. Juni 2021 dürfen endlich wieder Hochzeiten gefeiert werden in Bayern.  Seitdem gibt es sämtliche Lockerungen für private Feiern. Voraussetzung dafür ist, dass die 7-Tages-Inzidenz gewisse Werte nicht übersteigt.

Nach dem Verkünden der Corona-Lockerungen hat es neben Freude auch viele Unsicherheiten bei Hochzeitspaare n gegeben. Das konnten wir unter anderem in unserer Facebook-Gruppe "Heiraten in Franken" beobachten. Deshalb haben wir die Antworten auf die dringendsten Fragen gesammelt. Grundlage dafür sind Informationen des Bayerische Gesundheitsministeriums.

1. Wie viele Personen sind bei Hochzeiten erlaubt?

Hochzeit in der Corona-Krise       -  Seit Juni 2021 können Hochzeitspaare wieder mit einer gewissen Zahl an Freunden oder Verwandten die Freude über die Hochzeit teilen.
Foto: DGLimages (iStockphoto) | Seit Juni 2021 können Hochzeitspaare wieder mit einer gewissen Zahl an Freunden oder Verwandten die Freude über die Hochzeit teilen.

Die Freude dürfte bei Hochzeitspaaren groß sein. Endlich wieder mit Freunden und Verwandten das Ja-Wort feiern. Das ist in Bayern wieder möglich. Die erlaubte Personenzahl für die Hochzeitsgesellschaft richtet sich nach der 7-Tages-Inzidenz und ist in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) festgelegt. Informieren Sie sich rechtzeitig über die aktuellen Regeln in Ihrem Wohnort, da sich die Inzidenzwerte von Kommune zu Kommune unterscheiden können.

7-Tage-Inzidenz von 50 oder mehr

Liegt die Inzidenz bei 50 oder darüber dürfen im Freien bis zu 50 Personen zur Hochzeitsfeier kommen. Wird im Innenbereich gefeiert, sind 25 Personen erlaubt. Alle Gäste müssen einen negativen Corona-Test vorweisen.  Genesene und geimpfte Personen müssen einen Nachweis der Impfung oder Genesung vorweisen.

Anders als bei privaten Treffen werden zu der Gesamtzahl bei Feiern auch Kinder unter 14 Jahren hinzugezählt, teilte eine Ministeriumssprecherin auf Nachfrage dieser Redaktion mit. Genesene und geimpfte Personen werden nicht mitgezählt.

7- Tage-Inzidenz unter 50

In Regionen mit niedrigen Infektionszahlen unter 50 dürfen Sie zu Ihrer Hochzeit unter freiem Himmel 100 Menschen einladen. Wird in einem geschlossenen Raum gefeiert, sind 50 Gäste gestattet. Ihre Gäste müssen bei diesen Inzidenzwerten keinen Corona-Test machen. Auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren dazu, Genesene und Geimpfte nicht.

Somit sind Hochzeitsfeiern im kleineren Rahmen möglich. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen Hochzeitspaare größer feiern mit bis zu 100 Personen. 

 

2. Was gilt für bereits geimpfte und genesene Hochzeitsgäste oder Hochzeitspaare?

Geimpfte und genesene Personen sind wie bereits erwähnt von einigen Corona-Regeln ausgenommen. Bei der oben angegebenen Zahl der Teilnehmer zählen Geimpfte und Genesene nicht dazu. Das heißt, Menschen mit vollem Impfschutz oder einer überstandenen Corona-Infektion dürfen unabhängig von der maximalen Personenzahl hinzukommen.

Genesene wurden vor mindestens 28 Tagen bis höchstens einem halben Jahr positiv auf das Coronavirus getestet und können dies nachweisen. Zu den geimpften Personen zählt, wer seine zweite Impfung vor mindestens 14 Tagen erhalten hat, was im Impfpass vermerkt ist. Für Impfstoffe, die nur eine Dosis vorsehen, zählen die 14 Tage ab dieser Impfung.

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3. Zählen Personal und Dienstleister zu der Personenzahl dazu?

Diese Frage hat auch im vergangenen Jahr, als Hochzeitsfeiern wieder erlaubt waren, für viel Unruhe gesorgt. In einer früheren Version des Artikels war zu lesen, dass Dienstleister zur Hochzeitsgesellschaft gezählt werden. Grundlage dafür waren die Antworten des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf redaktionelle Nachfrage vom 9. Juni 2021.

Damals antwortete eine Ministeriumssprecherin auf die Frage mit: "Ja, diese werden mitgezählt, soweit diese in Kontakt mit den Personen der Veranstaltung kommen, und sind damit bei der Gesamtpersonenzahl zu berücksichtigen."

Mittlerweile ist jedoch auf der Website des Bayerischen Innenministeriums zu lesen, dass Hochzeitsdienstleister nicht mitgezählt werden. Dort heißt es: Personen, bei denen ein "dienstlicher oder beruflicher Bezug gegeben ist" oder die "zur Durchführung der Veranstaltung" erforderlich sind, werden bei der Teilnehmerzahl "nicht berücksichtigt". Das heißt, sowohl Servicepersonal als auch Hochzeitsfotografen oder DJ zählen nicht zur erlaubten Personenzahl.

4. Müssen wir auf unserer Hochzeit Abstand halten und eine Maske tragen?

Tanzen, umarmen, Spiele und eine ausgelassene Stimmung gehören zu einer Hochzeitsfeier dazu. Doch was ist mit Corona-Regeln wie Abstandhalten und Maskenpflicht? Hier gibt das Bayerische Gesundheitsministerium grünes Licht. Handelt es sich um eine private Veranstaltung aus besonderem Anlass, die von Anfang an nur einen begrenzten und geladenen Personenkreis umfasst, gilt keine Maskenpflicht.

Feiern Sie als geschlossene Gesellschaft in einer Location ohne andere Personen, kann die FFP2-Maske runter. Auch der Mindestabstand müsse dann nicht eingehalten werden, so die Ministeriumssprecherin. Wichtig sei dabei, dass die Party den Charakter einer privaten Feier zu Hause habe. Das heißt, es darf getanzt, umarmt und zwischen den Tischen gewechselt werden. Wenn Hochzeitsgäste oder das Hochzeitspaar in Gemeinschaftsräume gehen, wo sich andere Gäste aufhalten, gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Das können Eingangsbereich, Flur oder WC der Location sein.

Die Sperrstunde gilt für private Feiern wie Hochzeiten nur insoweit, dass beispielsweise ein Catering zwischen 1 und 5 Uhr des Folgetages keine gastronomischen Angebote zur Verfügung stellen darf.  Essen und Trinken darf also nur in diesem Zeitraum angeliefert beziehungsweise angeboten werden.

 

5. Ist ein Hygienekonzept für die Hochzeit notwendig?

Wie auch schon im vergangenen Jahr braucht es ein Hygienekonzept für Hochzeiten 2021. Feiern Sie in einem Restaurant oder einer Hochzeitslocation sind die Betreiber dafür zuständig, ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten. "Dabei ist insbesondere auf eine ausreichende Lüftung bei Feiern in geschlossenen Räumen zu achten", teilte die Ministeriumssprecherin mit. Auf Verlangen müsse das Hygienekonzept der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt werden.

Hochzeitspaare, die zu Hause oder in privaten Räumlichkeiten feiern, müssen grundsätzlich kein Hygienekonzept aufsetzen. Laut der Aussage des Bayerischen Gesundheitsministeriums gilt das für private Veranstaltungen nach § 7 Abs. 2 der 13. BayIfSMV, worunter Hochzeitsgesellschaften fallen.

Eine Kontaktnachverfolgung ist im häuslichen Umfeld ebenfalls nicht verpflichtend. In der Gastronomie sieht das anders aus. Feiern Sie in einem Restaurant, muss der Betreiber die Kontaktdaten der Gäste erheben § 5 der 13. BayIfSMV.

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6. Sind Zelte und Pavillons bei einer Feier im Freien erlaubt?

Je nach Inzidenz dürfen unter freiem Himmel mehr Personen zur Hochzeitsfeier kommen. Doch was ist, wenn es regnet oder abends kühl wird? Sind Zelte und Pavillons trotz Corona-Regeln für eine Feier im Freien zulässig?

Auch hier klärte die Ministeriumssprecherin auf: Entscheidend sei, ob eine dauerhafte Frischluftzufuhr beziehungsweise ein dauerhafter Luftaustausch gewährleistet sei. Gibt es eine Überdachung, die "zu allen Seiten offen ist", kann es sich also trotz allem um "eine Veranstaltung unter freiem Himmel" handeln. Jedoch gibt es ein Aber.

"Es handelt sich aber jedenfalls dann nicht mehr um eine Veranstaltung unter freiem Himmel, wenn auch Seitenwände geschlossen werden." Eine allgemeingültige Aussage könne jedoch nicht getroffen werden, da es viele unterschiedliche Überdachungen gebe. Im Zweifel müsse die zuständige Kreisverwaltungsbehörde entscheiden, ob es sich noch um eine Feier im Freien oder in einem geschlossenen Raum handle.

Unser Tipp: Generell sollten Paare und Hochzeitsgäste weiterhin trotz der Freude über die Lockerungen verantwortungsvoll agieren und sich an die geltenden Corona-Regeln halten. Im Zweifel sollten Hochzeitspaare immer mit dem Veranstalter und/oder der Kreisverwaltungsbehörde Rücksprache halten.

Häufige Fragen zu den Corona-Regeln beantwortet das Bayerische Innenministerium in seinen FAQ hier.

Sind standesamtliche Trauungen trotz Coronavirus möglich?

Standesamtliche Trauungen sind in der Corona-Krise nach wie vor möglich. Sie gelten nämlich als eine Amtshandlung im staatlichen Aufgabenbereich und nicht als Veranstaltung. Jedoch gibt es bei jedem Standesamt in Franken unterschiedliche Vorgaben, wie viele Personen neben den künftigen Eheleuten bei der Trauung dabei sein dürfen.

Außerdem müssen entsprechende Hygienestandards und Abstandsregeln eingehalten werden. Alle wichtigen Informationen zu Ihrer standesamtlichen Trauung in der Corona-Krise erfahren Sie hier:

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Unser Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrem Standesamt über Bestimmungen und den Ablauf. Falls Ihr Termin für die standesamtliche Trauung 2021 noch nicht endgültig zugesagt wurde, rechnen Sie mit einer Verschiebung und freunden Sie ich mit einem Plan B an.

Corona-Auflagen: Was ist bei der kirchlichen Hochzeit zu beachten?

Brautpaar Kirche       -  Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften dürfen unter bestimmten Auflagen stattfinden, dazu zählt auch die kirchliche Trauung.
Foto: Rawpixel (iStockphoto) | Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften dürfen unter bestimmten Auflagen stattfinden, dazu zählt auch die kirchliche Trauung.

Gottesdienste sind in den Gemeinden weiterhin erlaubt. Dafür müssen aber strenge Schutzkonzepte eingehalten werden. Das gilt nach wie vor. Unter anderem müssen alle Besucher zu nicht geimpften  und nicht genesenen Personen aus anderen Haushalten einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. Menschen aus einem Hausstand müssen also in Kirche, Synagoge oder Moschee keinen Mindestabstand wahren.

Das Tragen einer FFP2-Maske ist sowohl am Platz als auch bei einem Gottesdienst im Freien verpflichtend. Bei einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 ist das Singen in der Kirche erlaubt. Allerdings müssen Besucher auch dabei eine Maske tragen.

Wie Bestattungen und Taufen sind auch kirchliche Trauungen möglich. Die erlaubte Gästezahl orientiert sich unter anderem an der Größe der Kirche. Geimpfte und genesene Personen werden bei der Gesamtzahl mitgezählt – anders als bei privaten Treffen oder der Hochzeitsfeier danach.

Obwohl es generell zulässig ist, muss nicht gleich in jeder Kirche oder Glaubensgemeinschaft wieder Gottesdienst gefeiert werden.

Unser Tipp: Die Regelungen können sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Fragen Sie bei den zuständigen Ansprechpartnern nach.

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Weitere Informationen rund um Coronavirus und Hochzeit

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