CORONA

Das sind die aktuellen Corona-Regeln für Hochzeitsfeiern

Hochzeit in der Corona-Krise       -  Die Corona-Pandemie hält Brautpaare weiterhin in Atem: Nun entscheidet der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Kommunen und Städten darüber, ob sich die Auflagen für Hochzeiten verschärfen.
Foto: Ivan Zelenin (iStockphoto) | Die Corona-Pandemie hält Brautpaare weiterhin in Atem: Nun entscheidet der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Kommunen und Städten darüber, ob sich die Auflagen für Hochzeiten verschärfen.

Nach dem anfänglichen Shutdown in Bayern gelten mittlerweile einige Lockerungen. Die große Hochzeitsfeier 2020 musste aber für viele Brautpaare wegen des Coronavirus ausfallen oder verschoben werden. Seit Ende Juni 2020 dürfen private Feiern wieder stattfinden. Doch seitdem gibt es auch einige Corona-Auflagen zu beachten.


HINWEIS: Die Länder haben sich am 24. November 2020 auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns für ganz Deutschland geeinigt. Die beschlossenen Corona-Regeln gelten vorerst bis zum 20. Dezember. In dieser Zeit sind unter anderem nur Treffen mit einem weiteren Haushalt erlaubt, jedoch maximal fünf Personen. Hochzeitsfeiern sind in dieser Zeit nicht möglich. Alle weiteren Auflagen finden Sie hier. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald Hochzeiten wieder gestattet sind.


Generell dürfen in Bayern seit Anfang Juli bei privaten Feiern wie Hochzeiten im Freien 200 Gäste mit dem Brautpaar feiern. In geschlossenen Räumen sind maximal 100 Personen erlaubt. Werden allerdings kritische Sieben-Tage-Inzidenz-Werte an Neuinfektionen überschritten, verschärfen sich die Corona-Regeln weiter. Die Corona-Strategie folgt einem Ampelsystem. Seit dem 21. Oktober 2020 hat die Corona-Ampel in Bayern mit dunkelrot eine vierte Stufe.

Was das für Ihre Hochzeit bedeutet und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in den folgenden Absätzen. (Stand: 26. Oktober 2020)

Hochzeitsgäste und Hygienekonzept: Was Brautpaare jetzt wissen müssen

Hochzeit in der Corona-Krise       -  Endlich kann 2020 wieder auf die Liebe mit Freunden und Familie angestoßen werden. Aber dennoch gelten einige Regeln.
Foto: Wavebreakmedia (iStockphoto) | Endlich kann 2020 wieder auf die Liebe mit Freunden und Familie angestoßen werden. Aber dennoch gelten einige Regeln.

In Bayern sind Hochzeitsfeiern zwar erlaubt. Jedoch müssen Braut und Bräutigam hierbei ein paar Dinge beachten. In geschlossenen Räumen dürfen es maximal 100 Personen sein. Im Freien darf die Gästeliste nicht mehr als 200 Personen umfassen. Das gilt allerdings nur, wenn die Corona-Ampel auf grün steht. Das entspricht weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die Hochzeitslocation muss ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet haben und auf Nachfrage der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen können.

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Feiern Braut und Bräutigam daheim, ist so ein Konzept ebenfalls erforderlich. Laut Gesundheitsministeriums müsse jeder Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen. Eine Checkliste, wie das funktioniert, finden Sie hier.

Diese Beschränkungen gelten beispielsweise auch für Geburtstage, Vereinstreffen oder Betriebsversammlungen. Das ist der siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) vom 1. Oktober zu entnehmen. Die 7. BayIfSMV gilt bis zum 8. November 2020.

Corona-Ampel: Wann bei Ihrer Hochzeit weniger Gäste erlaubt sind

Durch die Einführung der Corona-Ampel richten sich die entsprechenden Auflagen nun nach dem aktuellen Infektionsgeschehen. Die aktuellen Corona-Regeln können sich also regional unterscheiden. Waren es in Bayern bisher drei Phasen der Corona-Ampel, kam mit der Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder am 21. Oktober 2020 eine vierte Stufe hinzu. Die Corona-Ampel zeigt in Bayern grün, gelb, rot und dunkelrot.

Erlaubte Gästezahl unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:

In der sogenannten grünen Phase der Corona-Ampel bleiben die bisherigen Regeln fortbestehen. Das heißt, liegen die Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage unter einem Wert von 35 pro 100.000 Einwohnern, dann sind weiterhin 200 Gäste im Freien und 100 Gäste in geschlossenen Räumen gestattet.

Erlaubte Gästezahl ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:

Die erlaubte Gästezahl kann sich je nach Landkreis unterscheiden, wenn innerhalb der vergangenen sieben Tage mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten. In der gelben Phase sind bei privaten Feiern sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum nur noch maximal 10 Gäste oder die Mitglieder zweier Haushalte erlaubt. Sperrstunde ist um 23 Uhr.

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Erlaubte Gästezahl ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:

Steigen die Neuinfektionen über den kritischen Wert von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an, dürfen in Bayern nur noch maximal fünf Menschen oder die Mitglieder zweier Hausstände miteinander feiern. In der roten Phase der Corona-Ampel ist es egal, ob  die Hochzeit in einer Location oder daheim stattfindet. Sperrstunde ist um 22 Uhr. 

Erlaubte Gästezahl ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:

Die vierte Stufe der Corona-Ampel erscheint dunkelrot. Dann liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Überschreitet eine Region diesen Wert, gelten dieselben Kontaktbeschränkungen wie in der roten Phase: Nur fünf Personen oder die Mitglieder zweier Haushalte. Das gilt auch bei privaten Feiern wie Hochzeiten. Die Sperrstunde ist um 21 Uhr.

 

Beispielsweise haben sowohl Stadt und Landkreis Schweinfurt einen Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. Seit dem 26. Oktober 2020 ist auch die Stadt Würzburg auf Alarmstufe dunkelrot. Für den Landkreis Würzburg steht die Warnampel hingegen noch auf rot.

Unser Tipp: Jede Kommune und Stadt verschärft die Corona-Auflagen in Anbetracht der Infektionen selbstständig. Informieren Sie sich deshalb immer rechtzeitig bei den zuständigen Behörden vor Ort, wo Ihre Feier stattfindet.

 

Wissenswertes für Brautpaare, die ihre Hochzeit verschoben haben 

Sind standesamtliche Trauungen trotz Coronavirus möglich?

Standesamtliche Trauungen sind in vielen Standesämtern in Franken auch während der Corona-Krise nach wie vor möglich. Jedoch gibt es bei jedem Standesamt unterschiedliche Vorgaben, wie viele Personen neben Braut und Bräutigam bei der Trauung dabei sein dürfen. Außerdem müssen entsprechende Hygienestandards und Abstandsregeln eingehalten werden. Alle wichtigen Informationen zu Ihrer standesamtlichen Trauung in der Corona-Krise erfahren Sie hier:

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Unser Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrem Standesamt über Bestimmungen und den Ablauf. Falls Ihr Termin für die standesamtliche Trauung 2020 noch nicht endgültig zugesagt wurde, rechnen Sie mit einer Verschiebung und freunden Sie ich mit einem Plan B an.

Corona-Auflagen: Was ist bei der kirchlichen Hochzeit zu beachten?

Brautpaar Kirche       -  Gottesdienste können seit Mai unter bestimmten Auflagen wieder stattfinden, dazu zählt auch die kirchliche Trauung.
Foto: Rawpixel (iStockphoto) | Gottesdienste können seit Mai unter bestimmten Auflagen wieder stattfinden, dazu zählt auch die kirchliche Trauung.

Bereits seit Mai sind Gottesdienste in den Gemeinden wieder erlaubt. Dafür müssen aber strenge Schutzkonzepte eingehalten werden. Das gilt nach wie vor. Laut der siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung muss jeder Besucher in der Kirche einen Mindestabstand von 1,5 Meter zueinander einhalten. Diesen Abstand müssen Besucher einhalten, die nicht miteinander in gerader Linie verwandt sind, nicht im selben Haushalt leben, keine gemeinsame Partnerschaft führen bzw. zu mehr als einem weiteren Hausstand zählen.

Solange sich die Gottesdienstbesucher nicht an ihrem Platz befinden, gilt auch hier eine Maskenpflicht. Beim Sitzen in der Kirchbank jedoch nicht. Singen ist trotzdem erlaubt, dennoch sollten die Glaubensgemeinschaften laut Bayerischer Regierung wegen des Aerosolaustoßes für Zurückhaltung sorgen.

Diese Bestimmungen gelten grundsätzlich für alle Gottesdienste, auch Trauergottesdienste, Taufen und kirchliche Trauungen. Das heißt, kirchliche Trauungen sind möglich. Dennoch muss nicht gleich in jeder Kirche oder Glaubensgemeinschaft wieder Gottesdienst gefeiert werden.

Unser Tipp: Die Regelungen können sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Fragen Sie bei den zuständigen Ansprechpartnern nach.

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