BRAUTKLEID

Was Sie unbedingt wissen müssen, bevor Sie Ihr Brautkleid kaufen

Brautkleid kaufen       -  Ein unvergesslicher Punkt bei der Hochzeitsplanung: das Brautkleid. Doch Bräute sollten vorher ein paar Dinge beachten.
Foto: jacoblund (iStockphoto) | Ein unvergesslicher Punkt bei der Hochzeitsplanung: das Brautkleid. Doch Bräute sollten vorher ein paar Dinge beachten.

Ein Traum in Weiß, Crème, Blush oder ganz farbenfroh. Eine angehende Braut kann ihr Hochzeitskleid oft schon vor dem inneren Auge sehen. Was jedes davon gemeinsam hat: Das Brautkleid rundet den großen Tag ab. Die zarten, fließenden Stoffe unterstreichen die Schönheit jeder Braut und machen sie zum Hingucker am Hochzeitstag.

Doch bis es soweit ist, muss erst ein Brautkleid gefunden werden. Aber was muss Frau noch beachten, wenn sie ein Brautkleid kaufen will? Allein mit dem Kleid ist es nämlich noch nicht getan. Anpassungen, Accessoires und Schuhe sind ein paar der Posten, die noch hinzukommen. Die wichtigsten 7 Fragen dazu hat uns Corinna Behr beantwortet.

Sie ist die Inhaberin des Brautmodengeschäfts Märchenhaft in Homburg am Main (Lkr. Main-Spessart). Mit ihrem Atelier hat die 37-Jährige für alle Bräute eine Wohlfühloase in der stressigen Hochzeitsplanung geschaffen. Sich selbst hat sie damit ein Traum erfüllt. Schon als Kind war Corinna von Hochzeiten und Bräuten fasziniert. „Mit Märchenhaft habe ich meine Passion gefunden. Denn es gibt für mich keinen schöneren Beruf, als eine Braut glücklich zu machen.“

Corinna Behr, Inhaberin der Brautmode-Boutique 'Märchenhaft' in Homburg am Main       -  Seit 2018 berät Corinna Behr in ihrer Brautmode-Boutique 'Märchenhaft' in Homburg zukünftige Bräute.
Foto: Verliebt Fotografie | Seit 2018 berät Corinna Behr in ihrer Brautmode-Boutique "Märchenhaft" in Homburg zukünftige Bräute.

1. Wann sollte sich eine Braut auf die Suche nach dem Hochzeitskleid machen?

Nicht nur Hochzeiten, sondern auch die Suche nach dem richtigen Brautkleid will geplant sein. Corinna Behr rät, mindestens sieben bis neun Monate vor der Hochzeit zu starten. Allein die Lieferzeit vieler Hochzeitskleider betrage schon bis zu fünf Monate, weiß die Brautausstatterin aus Erfahrung. Dazu kommen noch Änderungen.

Brautkleider aus der jeweils neuen Kollektion gibt es übrigens immer ab Herbst im September.

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2. Welche Änderungen sind am Brautkleid nötig und was ist möglich?

Die Braut ist fündig geworden und möchte nun ihr Brautkleid kaufen. Der nächste Schritt sind die Änderungen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Die Länge des Kleides und der Schnitt werden an die Maße der Braut angepasst. Aber auch individuelle Änderungen beim Schneider oder Schneiderin sind möglich. „Es ist in der Regel kein Problem, Tüll beispielsweise rauszunehmen, wenn der Rock zu füllig ist. Genauso kann auch Glitzertüll eingenäht werden“, erklärt die Märchenhaft-Inhaberin. Selbst das Annähen von Ärmeln sei bei  manchen Kleidern kein Problem. 

Bräute müssen zusätzliches Budget für den notwendigen Stoff und den Arbeitsaufwand der Schneiderei einkalkulieren. Corinna Behr arbeitet mit zwei professionellen Damenschneiderinnen zusammen. Das Brautkleid kann sogar bis kurz vor dem Schneidertermin im Brautmodengeschäft bleiben und die 37-Jährige bringt es für ihre Kundinnen zur Schneiderin. Nur um den Termin muss sich die Braut selbst kümmern.

Wie teuer werden Änderungen am Brautkleid?

„Die Höhe der Kosten ist abhängig vom Aufwand“, antwortet die Brautausstatterin. In den meisten Fällen sei das Brautkleid zu lang und müsse entsprechend gekürzt werden. Ansonsten gebe es oft noch kleinere Anpassungen an Taille oder Brust. „Ein Kleid mit vielen Lagen Tüll und langer Schleppe ist aufwendiger zu ändern und teurer als ein schlichtes Kleid“, gibt die Homburgerin zu bedenken. Generell würden ihre beiden Schneiderinnen einen fairen Stundenlohn verlangen, sauber und dennoch schnell arbeiten.

Wie lange dauern die Änderungen am Brautkleid?

Um das Brautkleid zu kaufen, sollten bereits mehrere Monate eingeplant werden. Aber auch für die Schneiderei sollten Bräute genug Zeit freihalten. „Der erste Termin für Änderungen sollte circa sechs bis acht Wochen vor der Hochzeit sein.“ Was die Braut dafür unbedingt benötigt: „Die Braut braucht schon ihre Schuhe, damit die Länge des Brautkleids abgesteckt werden kann.“ Corinna Behr hat seit 2018 schon vielen Frauen zu einem bezaubernden Brautkleid verholfen.

Danach sind noch zwei bis drei weitere Termine bei der Schneiderin nötig. Die Änderungen am Brautkleid müssen optimal angepasst werden, „so dass das Kleid kurz vor der Hochzeit fertig ist und ideal sitzt“.

3. Welche Brautschuhe gibt es zum Brautkleid?

Vor dem Besuch bei der Änderungsschneiderei sind also die Brautschuhe wichtig. Diese finden Bräute ebenfalls im Märchenhaft in Homburg. Im Sortiment hat Corinna Behr neben klassischen Brautschuhen aus Satin auch glitzernde Sneaker oder Sneaker aus Spitze. Preislich liegen Brautschuhe in dem Brautmodengeschäft zwischen 100 und 150 Euro.

„Viele der Schuhe können nach der Hochzeit eingefärbt werden. So sind sie weiterhin tragbar und die Braut hat immer eine schöne Erinnerung an ihre Hochzeit“, schwärmt Corinna Behr.

4. Was kommt noch zum Brautkleid für die Hochzeit dazu?

Brautkleid kaufen, Brautschuhe aussuchen, Änderungen machen lassen. Diese Punkte können Bräute nun abhaken. Was kommt noch dazu? Das ist ganz abhängig vom Geschmack der Braut. Reifröcke kosten in der Regel etwa 100 Euro. „Aktuell sind diese allerdings kaum gefragt“, berichtet die 37-Jährige, die ein zweites Standbein als Hochzeitsfotografin hat.

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Wichtig ist auch, was Frau unter dem Brautkleid trägt. „Bei der Unterwäsche kommt es ganz darauf an, was die Braut tragen möchte.“ Muss es immer eine Corsage oder spezielle Braut-Lingerie sein? „Spezielle Brautwäsche ist natürlich etwas teurer als ‚normale‘ Unterwäsche, aber die kann genauso schön sein“, kann Corinna Behr beruhigen.

5. Welche Accessoires runden Brautkleider ab?

Brautkleidboutique 'Märchenhaft' in Homburg       -  In dem Brautmodengeschäft Märchenhaft in Homburg finden Bräute alles, was zu einem Outfit für die Hochzeit dazugehört.
Foto: Corinna Behr | In dem Brautmodengeschäft Märchenhaft in Homburg finden Bräute alles, was zu einem Outfit für die Hochzeit dazugehört.

Wünscht sich die Braut einen Schleier zum Hochzeitskleid, hat sie eine große Auswahl. In der Brautmode gibt es sehr kurze Schleier bis überaus lange Ausführungen. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Preise aus. Im Märchenhaft in Homburg kostet ein Schleier zwischen 40 und 300 Euro – je nach Länge, Machart und Material.

Darüber hinaus können angehende Bräute zusätzlich zum Brautkleid wählen aus Blumenkränzen, Haarreifen, Ketten, Armkettchen, Haarkämmen, Gürtel und vielem mehr. Je nach Accessoires variiert der Preis auch hier. „Blumenkränze aus Kunstblumen bekommt man schon für rund 25 Euro. Für einen handgefertigten Blumenkranz aus echten, getrockneten Blumen können es dann über 100 Euro sein“, fügt Corinna Behr hinzu. Dafür sei so ein echter Blumenkranz allerdings auch lange haltbar und sehe wunderschön zum Brautkleid aus, erzählt die leidenschaftliche Brautausstatterin.

Für die kältere Jahreszeit empfiehlt die 37-Jährige Jäckchen oder Pullover zum Hochzeitskleid. Hierbei werden Bräute in ihrem Atelier in Homburg ebenfalls fündig. „Neben Jeansjacken finden Bräute auch weiche Brautpullover, Schals, Ponchos und Boleros zum Brautkleid. Für die Kombination mit einem Rock oder schlichten Kleid gibt es außerdem hübsche Spitzentops in unterschiedlichen Varianten.“ Je nach Kleidungsstück liegen die Preise zwischen 80 und 300 Euro.

6. Was passiert mit dem Brautkleid, wenn die Braut viel abnimmt oder zunimmt?

Die Hochzeitsplanung ist nicht selten stressig. Hinzu können Unwägbarkeiten im Job, Privatleben oder eine unvorhergesehene Corona-Pandemie kommen, die alles auf den Kopf stellt. Da kann es schon einmal passieren, dass die Braut stark zu- oder abnimmt. Das sei jedoch kein Grund zur Panik, meint Corinna Behr. „In der Regel kann man ein Brautkleid gut eine Größe kleiner oder größer machen.“ Ist es mehr als eine Größe werde es aber schwieriger, „weil man den Schnitt des Kleides stark ändern müsste, dann sieht es einfach nicht mehr schön aus“.

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Was ist, wenn die Braut während der Hochzeitsplanung schwanger wird? „Je nach Schnitt kann ein Brautkleid auch mit einem Babybauch getragen werden. Meistens wird dafür der Rock etwas höher gesetzt, so dass er schon knapp unter der Brust beginnt.“ Der Arbeitsaufwand für die Schneiderin ist dann meistens etwas größer.

7. Welche kleinen Helfer sollte die Braut unbedingt bei der Hochzeit haben?

Nun ist die Braut für ihre Hochzeit bestens ausgestattet. Damit das auch so bleibt, sollte sie sich für kleinere Unfälle wappnen. Denn Rotwein, Make-up oder Grasflecken machen keinen Bogen um Brautmode. Für diesen Fall „gibt es einen speziell für Brautmode entwickelten Fleckenentferner“, verrät die Homburgerin. Der kleine Helfer ersetze zwar keine professionelle Reinigung, aber er entferne Lippenstift und Co. so gut vom Brautkleid, dass man sie fast nicht mehr sieht.

Der Fleckenentferner ist bei Märchenhaft für einen Preis von 18,50 Euro erhältlich. Er sollte in keinem Brauthandtäschchen – oder dem der Trauzeugin – fehlen. Das Mittelchen hilft auch bei Flecken auf dem Hemd des Bräutigams.

Ein weiteres Gimmick, das die Braut braucht: eine Schleppennadel. „Mit der kann man die Schleppe zum Tanzen ganz einfach hochstecken. So muss die Braut keine Angst haben, dass ihr jemand auf das Hochzeitskleid tritt und sie kann sich freier bewegen.“ So steht weder der Braut noch der Hochzeitsfeier etwas im Weg.

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