Würzburg

Das muss jeder Schüler wissen: Die besten Schafkopf-Sprüche

Schafkopf in der Schule? Nach der Lehrer-Initiative für das Kartenspiel haben wir die perfekte Hausaufgabe für alle Schüler: Diese Sprüche müsst ihr kennen!
Ein sauberes Blatt: Mit diesen Trümpfen sollte einem Sieg beim Schafkopfspiel nichts im Wege stehen. 
Foto: Siegfried Farkas | Ein sauberes Blatt: Mit diesen Trümpfen sollte einem Sieg beim Schafkopfspiel nichts im Wege stehen. 

Mit der Forderung, das Schafkopfspielen in den Unterricht zu integrieren, hat der Bayerische Philologenverband (BPV) offenbar einen Nerv getroffen: Das Kartenspiel mit Ober, Unter oder der Bummbel (Schell-Ass) ist auch in der Region Mainfranken ein Kultspiel - steht jedoch auf der Roten Liste der bedrohten Abendunterhaltung. Früher gab es in jeder Dorfwirtschaft zünftige Runden. Doch die Kneipen auf dem Land werden immer weniger und damit wird das Schafkopfsterben beschleunigt. Damit die Schüler in den Weihnachtsferien schon etwas zu lernen haben, haben einige der besten Schafkopfsprüche gesammelt:    

  • Mit dem Unter gehst nicht unter: Da Farbtrümpfe in der Wertigkeit geringer sind als Ober und Unter, ist es in vielen Spielsituationen angebracht, als Trumpf einen Unter einzusetzen.
  • Kurzer Weg, lange Farbe: Der „kurze Weg“ ist der gegnerische Spieler, der direkt neben dem Ausspieler sitzt. Wenn jetzt der Ausspieler von einer Farbe mehrere Karten hat („lange Farbe“) bringt er den Gegenspieler durch das Ausspielen genau dieser Farbe in Zugzwang.
  • Langer Weg, kurze Farbe: Wenn der Gegenspieler in der Ausspielfolge weiter weg sitzt (also an dritter oder vierter Stelle), dann ist es spieltaktisch günstiger, eine Farbe auszuspielen, von der man nur eine Karte hat.
  • Trumpf ist die Seele vom Spiel: Wenn man „gerufen“ wird, also die Ass (eigentlich das Ass, aber im Fränkischen heißt es „Die Ass“) besitzt, die ein Mitspieler aufruft, dann sollte man Trumpf spielen (vorausgesetzt natürlich, man hat Trumpf im Blatt).
  • Was mer höm, höm mer: Ausrede für einen schlechten Stich dem Mitspieler gegenüber.
  • Mit der Bummbel gibt's Gerumpel: Sinnleerer Begleitspruch, wenn man eine Karte der Farbe Schell ausspielt. Die „Bummbel“ ist die Farbe Schell (hochdeutsch Schellen). Der Spruch macht spieltaktisch keinen Sinn. Das Wort „Bummbel“ wird auch gerne gesagt, wenn man die Schell-Ass als Partner ruft („Ich ruf die Bummbel“).
  • Kommt sie, geht sie: Nach einem Rufspiel will ein Spieler so provozieren, dass das aufgerufene Ass auch ausgespielt wird: Meist wird es dann nämlich gestochen.
  • Bummbel treibt die Öber zamm: Soll vor einem Rufspiel die Ansage sein, dass mit der Schell-Ass Laufende zusammenkommen. Öber ist Fränkisch für die Mehrzahl von Ober-Karten.
  • In Thüngersche ist amal eener beim Mische g'storbe: Ausspruch im Raum Würzburg, wenn einer zu lange die Karten mischt. Thüngersche = Thüngersheim
  • Du g'hörschd erst emol in die Koardschuel nach Detter bevor dass du migekoardt konnst: Spruch im Raum Hammelburg zu einem Schafkopf-Anfänger.

 

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