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Whirlpools: Wie gesund sind sie wirklich?

Ein Whirlpool im eigenen Garten - bloßer Luxus oder Gesundheitsvorsorge? Welchen Effekt Whirlpools wirklich auf den Körper haben, lesen Sie hier.
Ein Bad im Whirlpool unterstützt die Regeneration der Muskeln nach dem Training und entspannt verhärtete Gefäße nach einem anspruchsvollen Tag im Büro.
Foto: Manuela Meyer/Villeroy&Boch | Ein Bad im Whirlpool unterstützt die Regeneration der Muskeln nach dem Training und entspannt verhärtete Gefäße nach einem anspruchsvollen Tag im Büro.
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Sportmediziner sind sich einig: Ein Bad im Whirlpool dient nicht nur der Entspannung. Es dient der Gesundheit. Das blubbernde Wasser hat unterschiedliche positive Effekte auf den gesamten Organismus.

Whirlpools sind dabei längst mehr als Luft blasende Badewannen. Moderne Geräte, die outdoor im Garten oder auf dem Balkon installiert werden, verfügen über eine Vielzahl von Wellness-Anwendungen, die den heimischen Whirlpool mühelos zu einem Spa-Ersatz machen.

Die Wirkung von Whirlpools auf die Gesundheit beruht auf vier Eigenschaften

  • der Temperatur des Wassers
  • dem Auftrieb
  • dem Wasserdruck
  • und dem Reibungswiderstand, der durch die Massagedüsen im Whirlpool erzeugt wird

Ein Bad im Whirlpool sorgt für bessere Durchblutung

Das warme Wasser in Whirlpools hilft in erster Linie der Muskulatur. Wobei je nach gewünschtem Effekt die Wärme reguliert werden sollte. Experten wie Professor Bernhard Allmann von der Hochschule für Gesundheit und Prävention in Saarbrücken empfehlen Menschen, die unter Verspannungen oder Rückenschmerzen leiden, ein Whirlpool-Bad mit einer Temperatur zwischen 37 und 40 Grad Celsius.

Um einen Muskelkater schnell los zu werden, eignet sich eine Temperatur zwischen 35 und 37 Grad. "Für mich ist das die optimale Temperatur, um im Whirlpool zu entspannen, ohne zu ermüden", erzählt Oliver Schramm von der Wasserwelt Würzburg in Sommerhausen. Er spricht damit den positiven psychischen Aspekt eines Aufenthalts im Whirlpool an: Wenn Menschen Stress und starken Anspannungen ausgesetzt sind, sei es durch Arbeit oder durch Sport, verhärten sich die Gefäßwände. Ein Wellness-Bad im Whirlpool löst diese wieder.

Ein Blick in einen modernen Whirlpool mit seinen verschiedenen Jetpacks, die mit unterschiedliche Massagedüsen eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen. Die Jetpacks sind mit einem Handgriff austauschbar.
Foto: Manuela Meyer/Villeroy&Boch | Ein Blick in einen modernen Whirlpool mit seinen verschiedenen Jetpacks, die mit unterschiedliche Massagedüsen eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen. Die Jetpacks sind mit einem Handgriff austauschbar.

Wirkung des Wasserdrucks unterstützt die Arbeit der Blutgefäße

Ein Bad im Whirlpool wirkt nicht nur auf den Bewegungsapparat. Die Wärme erweitert die Blutgefäße und reguliert den Blutdruck. Der Spa-Effekt geht sogar weiter: Für eine bessere Durchblutung der inneren Organe ist ein Whirlpool-Bad nämlich ebenfalls hilfreich.

Schließlich wird das Blut auch besser im Körper verteilt. Jeder kennt das: Wer lange steht, dem sackt gefühlt das Blut die Beine. Die Beine und Glieder werden schwer. Im Whirlpool passiert das nicht. Wasser drückt von außen gleichmäßig auf den Körper. Dadurch verhindert der Wasserdruck das Absacken. Zudem entlastet der Auftrieb im Whirlpool die Gelenke und sorgt für Entspannung.

Doch was wäre ein Whirlpool ohne die Massage, die durch das Wasser-Luftgemisch entsteht. Hierbei sind die größten gesundheitlichen Effekte zu beobachten.

Die Whirlpool-Massage dient der Entspannung der Muskulatur

Die Vibrationen, die durch die Wasserdüsen im Whirlpool auf den Körper übertragen werden, erzielen eine Lockerung der Muskulatur. Sie erreichen dabei nicht nur den Muskel selbst, sondern auch die Bänder und die benachbarten Gelenke.

Gerade die Mischung aus Wasser und Luft im Whirlpool erweist sich nach Aussagen des Sportarztes Willi Heepe als effektiv. "Ohne Luft wäre der Wasserstrahl im Whirlpool härter. Die Luft macht das Wasser weicher, indem sie für eine bessere Verteilung des Strahls sorgt." Er ist überzeugt, "dass kleine Verletzungen im Whirlpool schneller abgebaut werden. Das Gewebe wird gelockert und regional besser durchblutet."

Nicht nur blubbern

Moderne Whirlpools blubbern nicht einfach vor sich hin. Whirlpools, die für den heimischen Bereich konstruiert wurden, haben unterschiedliche Massagedüsen. Je nachdem, welche Muskelpartie gelockert werden soll, kommen in neueren Whirlpools unterschiedliche Düsen zur Anwendung. "Die Massagedüsen können bei bestimmten Whirlpools ohne technisches Werkzeug gewechselt werden, so dass jederzeit verschiedene Muskelgruppen angesprochen werden", erläutert Oliver Schramm, der in der Wasserwelt Würzburg auch Whirlpools vertreibt.

Energie-Verbrauch des Whirlpools

Auf jedem Platz kann ein anderer Jetpack eingesetzt werden, der mit unterschiedlichen Massagedüsen, Rücken- und Nackenpartien massiert.
Foto: Manuela Meyer/Villeroy&Boch | Auf jedem Platz kann ein anderer Jetpack eingesetzt werden, der mit unterschiedlichen Massagedüsen, Rücken- und Nackenpartien massiert.

Sind Energie-Kosten ein Killerkriterium für heimische Whirlpools? Die California Energy Commission hat im Auftrag des Unternehmens Villeroy & Boch, das ebenfalls Whirlpools herstellt,  den Energieverbrauch  getestet. Bei einer Umgebungstemperatur von 15 Grad und einer Temperatur im Whirlpool von 38,9 Grad Celsius liegen die Energiekosten des Whirlpools bei einem 24 Stunden-Betrieb je nach Model zwischen 16 und 20 Euro pro Monat. "Viele Whirlpools sind mittlerweile derart gut isoliert, dass die Energiekosten für den Whirlpool im überschaubaren Rahmen bleiben", betont Oliver Schramm.

Und die Hygiene im Whirlpool? Keine Frage: Vor dem Wellness-Bad sollte man sich gründlich duschen. Den Whirlpool selber hält man mit moderner Wasserpflege sauber. Auf einen Einsatz von Chlor kann im Whirlpool weitestgehend verzichtet werden.