Bayreuth: Die neue "Walküre" ist eine Performance, keine Inszenierung

Zu Wagners „Walküre“ lässt der Aktionskünstler Hermann Nitsch hunderte von Litern Farbe verströmen. Hörend kann man sich über das eine freuen, sehend über das andere.
Vorne wird konzertant gesungen, hinten fließen Farben ineinander. Die Bayreuther Festspiele bringen in der 'Walküre' Richard Wagner und den Künstler Hermann Nitsch zusammen.
Foto: Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele | Vorne wird konzertant gesungen, hinten fließen Farben ineinander. Die Bayreuther Festspiele bringen in der "Walküre" Richard Wagner und den Künstler Hermann Nitsch zusammen.

Das Gesamtkunstwerk, zumal wie es Richard Wagner vorschwebte, ist der Traum jeder Intendanz. Musiktheater, vor allem die Staatsopern, spannen gerne epochale Werke der Musikgeschichte mit den Bildwelten namhafter zeitgenössischer Kunstschaffender zusammen. Eben ist in München ein „Idomeneo“ mit dem Bühnenbild der britischen Künstlerin Phyllida Barlow herausgekommen. Und nun ist in Bayreuth eine „Walküre“ erschienen, die der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch für jede Vorstellung mit jeweils drei Schütt- und Spritzbilder-Ensembles neu illustrieren lässt.

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