Rache-Krimi in der Klinker-Siedlung: Der neue Bayreuther "Holländer"

In Bayreuth wird Wagners "Holländer" auf Thriller getrimmt. Oksana Lyniv am Pult legt ein beeindruckendes Debüt hin. Und Asmik Grigorian als Senta? Ein Triumph!
Die Amme, der Verehrer, die Heldin (von links): Marina Prudenskaya (Mary), Eric Cutler (Erik) und Asmik Grigorian (Senta) in der Bayreuther Neuinszenierung von Wagners 'Der fliegende Holländer'. 
Foto: Enrico Nawrath, Festspiele Bayreuth, dpa | Die Amme, der Verehrer, die Heldin (von links): Marina Prudenskaya (Mary), Eric Cutler (Erik) und Asmik Grigorian (Senta) in der Bayreuther Neuinszenierung von Wagners "Der fliegende Holländer". 

Drei- bis vierhundert Meter Luftlinie sind es bis zum Festspielhaus. Dort, wo die Musik spielt zum „Fliegenden Holländer“; dort, wo dieses Jahr eine kleine Zelt- und Budenstadt aufgebaut ist zur Testung, Registrierung und Verköstigung der lediglich 911 bestens observierten Premierenbesucher – weniger als die Hälfte der üblichen Gäste.Also ist die Eintrittskarten-Lage zu den 2021 immerhin stattfindenden Festspielen noch angespannter als sonst. Politiker, Promis, Klerus, Geldadel, an letzter Stelle Journalisten – alles drängt. Ein Gutteil der Journalisten muss dran glauben – und draußen bleiben.

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