CD-Tipps: Neues von Killers Foo Fighters und Kesha

CD-Tipps: Neues von Killers Foo Fighters und Kesha       -  _

Eins vorweg, es ist großartig. Es ist aber auch anders, mehr Brandon, weniger Band. Kurz vor Release des Albums haben sich zwei Bandmitglieder aus dem Live-Setup verabschiedet, auf den Bandfotos sind nur drei der ursprünglichen vier zu sehen. Vermutlich hat es ordentlich geknirscht hinter den Kulissen. Die Killers sind tot – es leben die Killers.

Wer die Soloalben des Sängers Brandon Flowers kennt, merkt, wohin die Reise geht. Weniger Gitarren, mehr Kitsch und Synthesizer. Das ist für manche sicher ein Verrat an den Wurzeln der Band aus Las Vegas, für andere eine logische Weiterentwicklung. Das Album ist somit ein Hybrid aus Songs des alten Strickmusters wie etwa „Run for Cover“ oder „The Man“. „Tyson vs. Douglas“ zeigt schön den Übergang, und bei Nummern wie „Some Kind of Love“ oder „Have all the songs been written?“ ist dann das klassische Terrain der Wüstenrocker nur noch im Rückspiegel zu erkennen. Flowers' Stimme und Theatralik vernähen das Patchwork elegant, und das Ganze bleibt: The Killers. dan
The Killers: Wonderful, Wonderful, Island Records

Keine Offenbarung, aber würdiger Nachfolger des Vorgängeralbums

Man könnte sich ja fragen, ob die Welt noch ein neues Foo-Fighters-Album braucht. Stilistisch tut sich da nicht viel in den letzten Jahren. Doch sobald der erste Ton des neunten Studioalbums erklingt, kann man sich als Rockmusik-begeisterter Mensch das Grinsen kaum verkneifen. Da sind die mehrstimmigen Gesänge, der analoge Gitarrensound, das malträtierte Schlagzeug, und irgendwie ist alles wieder gut.

 

Wie gewohnt, bedient sich Dave Grohl im Anekdotenladen der Rockmusik, diesmal liegt der Schwerpunkt mehr bei den Beatles, aber auch Led Zep und Co. werden reichlich zitiert. Der Opener „Run“ geht gleich in die Vollen, das unverschämt lässige „Sky is a Neighborhood“ lässt keinen Zweifel, dass die Foo Fighters noch nicht fertig sind. Gitarren und Chöre schichten sich zu Wänden auf, hie und da wünscht man sich vielleicht etwas mehr Direktheit. „The Line“ ist sicher eine der stärksten Nummern des Albums und wird zweifellos zum Live-Klassiker. Sicher ist „Concrete and Gold“ keine Offenbarung, aber ein würdiger Nachfolger von „Sonic Highways“ und stärker als „One by One“. dan
Foo Fighters: Concrete and Gold, RCA

Kesha verabschiedet sich weitgehend vom Kaugummi-Pop

Auf ihrem neuen Album setzt die 30-jährige Amerikanerin auf Authentizität. Alles wirkt handgemachter und musikalischer als bisher. Stilistisch ist einiges geboten, von Nashville-Country über Power-Balladen bis hin zu rockigen Popnummern. Gesanglich überzeugt und überrascht Kesha auf Stücken wie „Bastards“, „Praying“ oder „Rainbow“.

 

Hin und wieder brechen die alten Kaugummi-Pop-Zeiten durch, und da wird es dann textlich auch wieder etwas peinlich: „I?m a motherfucker“, heißt es in „Woman“ oder „I know I?m perfect, even though I?m fucked up“ in „Hymn“. Insgesamt ist sie oft „fucked up“ und verliert eigentlich durch diese bemühten Phrasen wieder, was sie sich durch die wirklich guten Nummern auf dem Album aufzubauen versucht. Die beiden Kollaborationen mit den „Eagles of Death Metal“, bestätigen, dass hier Welten aufeinandertreffen. Insgesamt sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Anspieltipps: „Praying“, „Bastards“. dan
Kesha: Rainbow, RCA

 
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