Die Wahrheiten des Walter Moers

Hintersinnig: Humor sei eine traurige Angelegenheit, behauptet der Künstler – und meint's ironisch.
Kunst-Parodie: Walter Moers' Version des Pop-Art-Klassikers von Roy Lichtenstein. Darüber: Illustration zu dem Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“. Im Text links: Populäre Moers-Comic-Figuren.
Foto: Copyright Moers | Kunst-Parodie: Walter Moers' Version des Pop-Art-Klassikers von Roy Lichtenstein. Darüber: Illustration zu dem Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“. Im Text links: Populäre Moers-Comic-Figuren.

Ein Seebär tischt seinen Enkeln handfeste Lügen auf; ein Junge ist kein herziges Bübchen, sondern schlicht und ergreifend ein Arschloch, der Senior kein reizender Rentner, sondern ein reizbarer, ständig nörgelnder alter Sack – und immer wieder geht's recht deftig um Sex. So ist sie, die Welt des Walter Moers. Und das, was der 55-Jährige zeichnet, malt, schreibt, ist womöglich gar nicht so weit weg von real existierenden Denkmustern. Wer sich auch nur ansatzweise mit der Geschichte des Homo sapiens beschäftigt, weiß: Zu allen Zeiten wurde und wird gelogen, ausgerechnet diejenigen, die am lautesten ...

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