Würzburg

Julius Echter: Doch kein übler Hexenjäger?

Julius Echter: Der Würzburger Fürstbischof hat einen üblen Ruf, was die Hexenverfolgungen anbelangt. Seit Jahren bringt der Historiker Robert Meier die gängige Vorstellung ins Wanken – und hat neue Beweise.
„Hexenwahn“ heißt dieses um 1700 entstandene Bild.
Foto: Deutsches Historisches Museum, Matthias Endriss, Thomas Obermeier | „Hexenwahn“ heißt dieses um 1700 entstandene Bild.

Julius Echter von Mespelbrunn gilt als fanatischer Hexenverfolger. Dieser Ruf haftet an dem Würzburger Fürstbischof wie flusig-flaumige Federn auf zähflüssigem Teer. Die Entdeckung des Würzburger Historikers Dr. Robert Meier bringt diese scheinbar fest gefügte Position bereits seit einigen Jahren gehörig ins Wanken – und jüngst auch die Forschungen der renommierten, im englischen Oxford lehrenden Professorin Lyndal Roper. Robert Meier widerlegt nicht etwa Lyndal Ropers Forschungen insgesamt. Er hat auch nichts gegen ihre aktuelle und hoch gelobte Biografie „Der Mensch Martin Luther“ (C. H. ...

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