Weikersheim

Junge Oper Weikersheim: Carmen, Künstlerin aus dem Meth-Labor

Regisseur Björn Reinke verpflanzt "Carmen" ins Street-Art-Millieu. Die Geschichte einer unmöglichen Liebe bleibt freilich die gleiche. Sehenswert ist das Stück dennoch.
In Weikersheim stirbt Carmen (Julia Werner) im Lady-Gaga-Outfit. Erstochen hat sie Don José (Jaesung Kim).
Foto: Jeunesses Musicales Deutschland | In Weikersheim stirbt Carmen (Julia Werner) im Lady-Gaga-Outfit. Erstochen hat sie Don José (Jaesung Kim).

Es beginnt mit einem kleinen Schreckmoment: Ist diese "Carmen"-Inszenierung möglicherweise überladen mit aktualisierender Symbolik? Eine junge Frau singt ein fremdartiges – arabisches – Lied und sprüht "Liberté" an die Wand, es treten auf ein Kindersoldat (nach dem Graffito von Banksy) und ein Transvestit. Fehlt nur noch das Thema Klimawandel, könnte man spotten, wäre dann aber im Unrecht: Regisseur Björn Reinke erzählt Bizets Dauerwelthit an der Jungen Oper Schloss Weikersheim schlüssig und stringent.Aus den Schmugglern ist eine bunte Horde Street-Art-Aktivistinnen und -Aktivisten geworden (Kostüme: Angela C.

Archiv-Artikel
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