Kissinger Sommer: Midori krümmt sich in Schumann

Viele Solokonzerte sind legendär. Schumanns Violinkonzert ist es nicht. Nach wie vor wenig bekannt, wurde das Werk wegen Qualitätszweifeln lange zurückgehalten – und blieb auch beim Kissinger Sommer flach. Schon die Orchestereinleitung dümpelt lau vor sich hin; Schumanns typische Handschrift ist nur schwer zu erkennen. Und doch widmet sich Midori, die weltberühmte japanische Geigerin, dem Stück mit absoluter Hingabe. In einer quecksilbrigen Interpretation bezaubert sie mit feinem, leichtem und schmalem Ton, dem sie niemals Druck, immer aber größtmögliche Intensität angedeihen lässt. Das zeigt auch ihre ...

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