WÜRZBURG

Mainfranken Theater: Religion als roter Faden

Nabucco       -  „Nabucco“ war zuletzt 2003 am Würzburger Mainfranken Theater zu sehen (Szenenfoto). Jetzt kommt die Verdi-Oper wieder.
Foto: Theresa Müller | „Nabucco“ war zuletzt 2003 am Würzburger Mainfranken Theater zu sehen (Szenenfoto). Jetzt kommt die Verdi-Oper wieder.

Hits im Musiktheater, Engagiertes bis Experimentelles im Schauspiel: So präsentiert sich der Spielplan des Mainfranken Theaters in der nächsten Saison. Als roter Faden läuft das Thema „Religion“ durch das Programm. Mit fünf Premieren innerhalb einer guten Woche – drei im Großen Haus – setzt Markus Trabusch ein Ausrufezeichen an den Beginn seiner ersten Würzburger Spielzeit. Ob Theatergänger da mitmachen, ist die Frage. Vor allem Premierenabonnenten mutet die Premierenflut einiges zu. Der designierte Intendant findet's trotzdem richtig, auf diese Art einen neuen Anfang zu signalisieren, wie er bei einer Pressekonferenz sagte. Die Premieren der Spielzeit 2016/17:

Musiktheater

• 2. Oktober 1016, Großes Haus: Giacomo Meyerbeer, „Die Hugenotten“. Oper vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten im Frankreich des 16. Jahrhunderts, die in der „Bartholomäusnacht“ gipfelten.

• 14. Oktober 2016, Großes Haus: Wolfgang Amadeus Mozart: „Idomeneo“ (Wiederaufnahme).

• 27. November 2016, Großes Haus: Wolfgang Amadeus Mozart, „Die Entführung aus dem Serail“.

• 28. Januar 2017, Großes Haus: Giuseppe Verdi, „Nabucco“.

• 25. März 2017, Großes Haus: Andrew Lloyd Webber/Tim Rice: „Jesus Christ Superstar“. Rockoper.

• 26. März 2017, Kammer: Leonard Evers, „Gold“. Fantasievolle Kinderoper für eine Sängerin und einen Schlagzeuger. Der Junge Jakob, der in ärmlichen Verhältnissen lebt, fängt eines Tages einen sprechenden Fisch . . .

• 24. Juni 2017, Großes Haus: Alois Bröder, „Unverhofftes Wiedersehen“ – Uraufführung. Oper nach einer Kalendergeschichte von Johann Peter Hebel aus dem Jahr 1811. Das Publikum wird auf der Bühne sitzen.

Schauspiel

• 1. Oktober 2016, Großes Haus: Gotthold Ephraim Lessing, „Nathan der Weise“. Spielzeiteröffnung mit dem Klassiker zum Thema: Welche Religion hat recht?

• 3. Oktober 2016, Kammer: Marianna Salzmann, „Muttersprache Mameloschn“. Wie stark prägt die Religion unsere Lebensentwürfe? „Mameloschn“ ist das jiddische Wort für „Muttersprache“,

• 8. Oktober 2016, Großes Haus: Franzobel, „Ich Zarah oder Das wilde Fleisch der letzten Diva“ – Deutsche Erstaufführung. „Ein schriller, schräger Abend über Zarah Leander“, kündigt Regisseur Trabusch an. Mit Musik.

• 9. Oktober 2016, Kammer: Marijana Verhoef, „Amsterdam“. Roadtrip zweier junger Serben nach Holland.

• 13. November 2016, Großes Haus: Otfried Preußler, „Die kleine Hexe“. Familienstück nach dem bekannten Kinderbuch. Trabusch verspricht eine aufwendige Produktion.

• 20. November 2016: Ferdinand von Schirach, „Terror“. Ein Bundeswehrpilot hat eine von Terroristen entführte Passagiermaschine abgeschossen. Jetzt steht er vor Gericht. Am Ende entscheidet das Publikum über schuldig oder nichtschuldig. Gespielt wird außerhalb des Theaters. Wo genau, ist noch nicht sicher.

• 24. November 2016, Kammer: Patrick Barlow, „Messias“. Zwei Schauspieler improvisieren die Weihnachtsgeschichte.

• 9. Februar 2017, Kammer: Juli Zeh, „Der Kaktus“. Satire über einen Kaktus als Terrorverdächtigen.,

• 11. Februar 2017, Großes Haus: Sophokles, „Antigone“.

• 7. April 2017: Lot Vekemans, „Judas“. Der bekannteste Verräter der Religionsgeschichte versucht, seine Tat zu erklären. Als Spielstätte wünscht sich Markus Trabusch einen sakralen Raum.

• 11. Mai 2017, Kammer: J. M. Coetzee, „Warten auf die Barbaren“. Es geht um die Furcht vor den „Anderen“. Nach dem Roman des südafrikanischen Literaturnobelpreisträgers.

• 13. Mai 2017, Großes Haus: Federico Garcia Lorca, „Bluthochzeit“. Wuchtige Geschichte um verfeindete Familien.

Ballett

• 29. Oktober 2016, Großes Haus: Anna Vita, nach Donna Woolfolk Cross: „Die Päpstin“. Eine Frau auf dem Stuhl Petri.

• 26. Januar 2017, Kammer: Laboratorium Tanz.

• 29. Mai 2017, Großes Haus: Anna Vita, „Der Tod und das Mädchen/Requiem“. Mozarts letztes Werk und Schuberts Quartett als Tanztheater.

Orchester

Das Philharmonische Orchester ist unter anderem mit regelmäßigen Sinfonie- und Kammerkonzerten, Jugend- und Babykonzerten sowie bei Sonderveranstaltungen wie dem Mozartfest präsent. Generalmusikdirektor Enrico Calesso kündigt eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Würzburger Pianisten Bernd Glemser an.

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