Und immer mit der Kippe an der Lippe

Wer im Leben unten angekommen ist, der raucht. Das zumindest scheinen viele der diesjährigen Berlinale-Wettbewerbsfilme vermitteln zu wollen. Kaum ein Film, in dem der Glimmstängel nicht einen Charakter prägt – trotz weltweiter Nichtraucher-Kampagnen. Oder vielleicht gerade deswegen. Denn die Wissenschaft entdeckte längst: Leinwandhelden greifen zunehmend wieder zur Zigarette.
Rauchzeichen: Kurt Russell in dem Kinofilm „Death Proof“.
Foto: FOTO CINETEXT | Rauchzeichen: Kurt Russell in dem Kinofilm „Death Proof“.

Schon bei der Berlinale-Eröffnung ging es los: „Shine a Light“ heißt Martin Scorseses Dokumentation über die Rolling Stones, was klingt wie: „Gib mir Feuer.“ Die Stones sind berühmt für ihren Zigarettenkonsum – mindestens. Keith Richards ist im Film zu sehen, wie er mit Kippe an der Lippe in die Saiten haut. Und so geht es weiter: Im chinesischen Wettbewerbsbeitrag „Zuo You“ ringt ein leukämiekrankes Kind im Zigarettenqualm des Stiefvaters mit dem Leben, in „Lake Tahoe“ umgarnt ein Mädchen den jungen Juan mit allerlei Dünsten, und der finnisch-deutsche Wettbewerbsbeitrag „Musta Jää“ („Black Ice“) wirbt ...

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