Das Thema sorgte bereits vor der politischen Sommerpause für Wirbel bei CDU und CSU, jetzt steht es wieder im Raum: die steuerliche Gleichstellung von Homosexuellen. Auf Antrag des CDU-Kreisverbandes Fulda soll der Bundesparteitag, der am heutigen Dienstag in Hannover beginnt, das Ehegattensplitting für eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ablehnen. Mehrere Bundestagsabgeordnete sind jedoch für die steuerliche Gleichstellung. Sie werden als die „Wilde 13“ bezeichnet, seit sich die Gruppe von Unionsparlamentariern bereits im August vehement dafür eingesetzt hat. Anlass war damals die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit der Ungleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaftgen beim beamtenrechtlichen Familienzuschlag. Die 13 Abgeordneten forderten daraufhin die völlige steuerpolitische Gleichstellung homosexueller Paare. Alle sollen vom Ehegattensplitting profitieren.
Leitartikel