Um 23 Uhr hatte Manuela Schwesig genug. Seit drei Stunden tagte am Montagabend die Arbeitsgruppe Familie, Frauen und Gleichstellung, doch so recht kamen die Verhandlungen von Union und SPD nicht voran. Mit ihrer Forderung nach einer völligen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren bissen Schwesig, stellvertretende SPD-Chefin und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, und ihre Mitstreiter bei den Kollegen der Union auf Granit. Vor allem die Position, gleichgeschlechtlichen Paaren das volle Adoptionsrecht zu gewähren, konnten und wollten die Unterhändler von CDU und CSU nicht akzeptieren.
Leitartikel