Würzburg

Kommentar zu Corona: Wir nehmen das Virus viel zu persönlich!

Es ist wie mit dem Wetter: Spielt es nicht mit, nehmen wir ihm das übel. Unser Autor glaubt, dass es das Wetter ebenso wenig böse meint wie das Virus. Gekränkt sind wir trotzdem.
Eine Kränkung ist laut Lexikon die Verletzung eines Menschen in seiner Ehre, seinen Werten, seinen Gefühlen und seiner Selbstachtung. Unser Autor meint, dass das Virus genau das mit uns macht.
Foto: Getty Images | Eine Kränkung ist laut Lexikon die Verletzung eines Menschen in seiner Ehre, seinen Werten, seinen Gefühlen und seiner Selbstachtung. Unser Autor meint, dass das Virus genau das mit uns macht.

"Die Leute sollen mal aufhören, immer gleich alles schlecht zu reden", ruft der Kollege in der telefonischen Redaktionskonferenz, "es ist für uns alle die erste Pandemie." Es geht – natürlich – um irgendwas mit Corona. Eine neue Maßnahme, eine ministerielle Panne, neue Zahlen, alte Probleme. Der Kollege, bekanntermaßen kein unkritischer Ja-Sager, wirbt bei aller journalistischer Distanz für ein wenig mehr Verständnis für die Probleme von Behörden und Institutionen. Ja, es ist für uns alle die erste Pandemie. Aber es fühlt sich inzwischen an wie die fünfte oder sechste.

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