Würzburg

Leseranwalt: Meine parteiische Stellungnahme zum Thema Gendern

Ein Leser kann sich nicht an die seit Juli für die Redaktionen dieser Zeitung geltende, vorsichtig angepasste Sprach-Regelung gewöhnen. Ein Erklärungsversuch.
Leseranwalt Anton Sahlender schreibt in seiner Kolumne, dass er lieber gendert – gelegentlich mit Sternchen oder Doppelpunkt. Damit will er alle Geschlechter besser erreichen.
Foto: Illustration: Ivana Biscan | Leseranwalt Anton Sahlender schreibt in seiner Kolumne, dass er lieber gendert – gelegentlich mit Sternchen oder Doppelpunkt. Damit will er alle Geschlechter besser erreichen.

Für eine Stellungnahme bedankt sich Herr H.O. in seiner Zuschrift im voraus bei mir. Er kann sich nämlich nicht an die in dieser Zeitung seit Juli 2021 "vorsichtig angepassten Gender-Regeln" gewöhnen. Sie würden ihm die Freude am Lesen nehmen. Konkret fragt er: "Was soll die ständige Wiederholung von weiblicher und männlicher Form, wie Lehrer und Lehrerinnen?"H.O urteilt darüber vernichtend: "Für mich ist das Dreschen von leerem Stroh, (...) nichtssagender Füllstoff, der in einem Zeitungsartikel nichts verloren hat und den Text nur sperrig und langweilig macht." Immer öfter überspringe er das beim Lesen, ...

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