Leseranwalt: Wenn heftige Leserkritik in Redaktionen auf der Strecke bleibt

Wie ist der redaktionelle Umgang mit heftigen Vorwürfen in Leserstimmen? Der Leseranwalt erklärt, welche rechtlichen und publizistischen Grundsätze eine Rolle spielen.
Zur Prüfung von Leserbriefen werden Redaktionen nur selten Medienrechtler einschalten oder in professionellen Handbüchern wie in dem hier abgebildeten wälzen. 
Foto: Sahlender | Zur Prüfung von Leserbriefen werden Redaktionen nur selten Medienrechtler einschalten oder in professionellen Handbüchern wie in dem hier abgebildeten wälzen. 

Der Absender eines Leserbriefs, der nach Entscheidung einer Lokalredaktion nicht veröffentlicht wurde, hat diese Redaktion in Sachen Unterdrückung von Meinungsfreiheit auf eine Stufe mit Russland, Weißrussland und China gestellt. Das lässt mich das Ausmaß seiner Verärgerung über die abgelehnte Veröffentlichung ahnen.Rechtliche UnsicherheitenDennoch versuche ich den Leserbriefschreiber zu verstehen und viele andere, denen es ebenso ergeht wie ihm. Denn langjährige Beobachtung sagt mir, allzu heftige Vorwürfe in Leserzuschriften können rechtliche Unsicherheiten und danach Ablehnung in Redaktionen auslösen.

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