Die Verteidigung Europas kann und darf nicht Aufgabe anderer sein

Zum Artikel „Macron greift AKK an“ (17.11.):

Ich frage mich schon, ob die Parteivorsitzende der CDU und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die letzten vier Jahre Amerika und den Trumpismus wahrgenommen hat. Ansonsten muss ihr doch klar sein, dass wir in Europa eine gemeinsame Verteidigungspolitik brauchen – auch wegen dem Austritt der Briten aus der EU. Und damit müssen wir sofort beginnen, gerade deshalb, weil wir erlebt haben, was in den USA möglich ist. Das heißt ja nicht, dass wir die Partnerschaft mit den Amerikanern jetzt unter Joe Biden wieder forcieren müssen, aber wer weiß, wie in vier Jahren in Amerika gewählt wird? Insofern gebe ich Macron vollkommen recht, dies zu kritisieren. Dann stellt sich die Frage, ob AKK, nachdem sie bereits als Parteivorsitzende demnächst Geschichte sein wird, auch als Verteidigungsministerin überfordert ist.

Uwe Hafner, 97273 Kürnach

Die Verteidigung Europas kann und darf nicht eine Angelegenheit anderer sein. Die USA sind ihrer Rolle als Weltpolizei nur bedingt nachgekommen. Eine Art Weltpolizei kann es nur auf einer Ebene geben. Dies wäre unbestritten eine Institution, der die überwiegende Mehrheit der Völker angehört, nämlich die Vereinten Nationen. Bisher hatte diese nur mediatorische oder überwachende Aufgaben mit zum Teil grotesken Auswirkungen. Das muss sich im Interesse des Weltfriedens dringend ändern. Die UN braucht die Kompetenz und die Mittel, sich in Konflikten dieser Welt zu engagieren, und die EU braucht eine Armee, die sich um die Belange Europas kümmert. Deutschland ist zu beidem weder in der Lage, noch Willens die Rolle der Hilfspolizei von UN oder USA auszuüben. Europa braucht eine verlässliche Truppe, die es vermag, Europa gegen Angriffe zu schützen. Nicht mehr und nicht weniger. Das wiederum ist Verpflichtung für jeden Staat in Europa, seinen Aufgaben der Gemeinschaft gegenüber nachzukommen und einen Teil seines Haushaltes in den Aufbau und der Unterhaltung einer multilateralen Armee zur Verfügung zu stellen. Gleiches gilt dann selbstverständlich auch für die neuen Einsatzkräfte der UN.

Jürgen Rüster, 97340 Segnitz

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