Kein Unrechtsbewusstsein

Zum Artikel „Illegaler Faschingszug in Grabfeld-Dorf“ (2.2.):

Die juchzenden Narren von Jüchsen hatten sicher kein Unrechtsbewusstsein. Redeten ihnen doch Funk und Presse über die Jahre hinweg oft genug konkludent ein, sie befänden sich auf einer leitkulturellen Erweckungsmission und müssten überkommenes Brauchtum am Leben erhalten und in die neue Zeit tragen. Selbst der Bayerische Rundfunk sah seinen gebührenfinanzierten Fernsehfasching als „Lagerfeuer der Bayern“ und huldigte damit einer imaginären fastnachtlichen Volksgemeinschaft und von der Realität längst überholten Stammeskultur. Der bayerische Ministerpräsident und sein Stellvertreter fanden noch Ende Februar 2020 Zeit, in einer voll besetzten Halle hoch wichtige Faschingsordensspiele zu zelebrieren, obwohl die Weltgesundheitsorganisation schon knapp vier Wochen zuvor eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen hatte. Wie sollte es da der kleine Narr vor Ort besser wissen?

Manfred Ruppert, 97340 Segnitz

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