Menschen in den Blick nehmen

Zum Artikel „Europas Platz muss an der Seite der USA sein“ (30.1.):

Der Kommentator meint, weil ein irrlichternder Präsidentendarsteller das Weiße Haus verlassen hat, stellt sich die Frage neu, ob Deutschland ein Projekt wie Nord Stream 2 mit einem autoritären Herrscher wie Putin will. Außerdem stellt er das neue Investitionsabkommen mit China infrage. Das grenzt an eine scheinheilige – und ist eine nicht zu Ende gedachte Position. Ja, die Menschenrechtsverletzungen in China müssen von Europa mit wirtschafts- und politischen Fragen ebenso verknüpft werden wie die Verfolgung von Oppositionellen in Russland. Und – auch die Rassendiskriminierung in den USA darf nicht außen vor bleiben. Dabei dürfen wir Deutsche nicht vergessen uns selbst den Spiegel vorzuhalten, dann fällt es leichter, scheinheilige Fingerzeige auf andere zu unterlassen. Angenommen wir würden nach der reinen Lehre handeln und Handel treiben: Wo wäre denn unsere Volkswirtschaft, wenn wir z. B. keine Autos nach China, keine Maschinen in die USA und keine chemischen Erzeugnisse weltweit exportierten? Was hätte denn das für Auswirkungen auf unseren Sozialstaat, dessen Niveau von einer prosperierenden Volkswirtschaft mit einer hohen Exportquote abhängt? Ich plädiere dafür, bei unseren wirtschaftspolitischen Überlegungen weniger die jeweiligen Herrscher in den USA, Russland und China in den Blick zu nehmen, sondern die Völker, sprich die Menschen.

Gerhard Hartmann, 97234 Reichenberg

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