Regulierend eingreifen

Zum Samstagsbrief „Naht das Ende des Weinbaus in Franken, Herr Steinmann?“ (10.10.):

Die Zusammenhänge des Naturhaushalts eines Weinbergs bilden ein regionaltypisches Agrarökosystem. In dieses kann der Bewirtschafter regulierend und stabilisierend eingreifen. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Lebensgemeinschaft Weinberg in einem komplexen System organisiert, in welchem viele Untersysteme miteinander verknüpft und dadurch stabil waren. Neben Kulturpflanzen wuchsen auch Wildkräuter, Wegrandvegetationen, Vegetationen typischer Mikrostandorte wie Hohlwege, Stütz- und Terrassenmauern. Auch Bäume wie Pfirsiche, Quitte und Maulbeere wurden in Randbereichen geduldet.

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