Wenig Verständnis für manche Regelung

Zum Artikel „Unterfranke klagt gegen Corona-Maßnahmen“ (15.1.):
Coronavirus - Erzgebirge       -  Polizisten kontrollieren die 15-Kilometer-Regel auf dem Fichtelberg.
Foto: Archivdpa | Polizisten kontrollieren die 15-Kilometer-Regel auf dem Fichtelberg.

Ich kann dem mutigen Anwalt nur beipflichten und viel Erfolg wünschen. Bei den neuen und weiter verschärften Corona-Maßnahmen gibt es einige Ungereimtheiten, die mit dem Infektionsschutz nichts zu tun haben. Glück für alle, bei denen angesichts der aktuell perfekten Wintersportbedingungen die Langlaufloipe weniger als 15 Kilometer entfernt ist; Pech für die, die zwar irgendwohin zum Einkaufen fahren dürfen, aber für Wintersport an der frischen Luft an den 15-Kilometer-Radius gebunden sind. Dabei gäbe es sicherlich viele, die die Loipen auch unter der Woche nutzen könnten. Seit über zwei Monaten sind die Tennishallen geschlossen, in denen sich zwei Spieler*innen auf 600 Quadratmetern und mit meistens rund 24-Meter-Abstand mal den Frust von der Seele „ballern“ könnten. Auch das hat mit Infektionsschutz nichts zu tun. Eine völlig irrsinnige Regelung ist aber die verschärfte Kontaktbeschränkung, der zufolge darf ein Haushalt nur noch Besuch von einer weiteren Person eines anderen Haushalts bekommen. Das bedeutet, dass eine alleinstehende, in einem eigenen Haushalt lebende Freundin uns besuchen dürfte, dass aber umgekehrt meine Frau und ich uns entscheiden müssten, wer von uns beiden die Freundin in deren Wohnung besucht. Die Logik im Hinblick auf den Infektionsschutz erschließt sich mir wie bei vielen anderen Maßnahmen nicht.

Roland Tschirner, 97437 Haßfurt

Es wird wieder mal gegen aktuelle Maßnahmen geklagt. Natürlich ist es manchmal nicht gleich verständlich, was zum Eindämmen der Pandemie verfügt wird. Aber um uns herum in Europa herrschen zum Teil gravierendere Einschnitte. Und natürlich ist die Krankheit neu, so dass immer wieder mit neuen Erkenntnissen nachgeregelt werden muss. Was mir immer auffällt: Alle, die sich beschweren, haben aber keine Lösung. Das ist sehr bedenklich. In Krisenzeiten ist Regierungsverantwortung keine leichte Aufgabe. Jedem wird man es – und das liegt in der Natur des Menschen – nicht recht machen können. Aber unterm Strich denke ich, haben unsere Politiker in Deutschland es gut gemacht. Schaut einfach, was wo anders los ist. Der Deutsche kapiert nicht, wie gut es ihm geht.

Horst Duschek, 97502 Euerbach

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