Schicksalstage der US-Demokratie

Parlament In Washington spielen sich nie da gewesene Szenen ab. Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump stürmen das Kapitol. Erst nach Stunden voller Chaos schafft es der Kongress, Trumps Niederlage offiziell zu machen.
Unterstützer von US-Präsident Trump stehen auf dem Gang vor der Senatskammer im Kapitol. Vor allem Aufnahmen eines Aktivisten mit nacktem Oberkörper und einer Fellmütze mit markanten Büffelhörnern kursieren im Netz. Der „Schamane“ war mit anderen bis in den Sitzungssaal des Senats vorgedrungen.
Foto: Manuel Balce Ceneta, dpa | Unterstützer von US-Präsident Trump stehen auf dem Gang vor der Senatskammer im Kapitol. Vor allem Aufnahmen eines Aktivisten mit nacktem Oberkörper und einer Fellmütze mit markanten Büffelhörnern kursieren im Netz. Der „Schamane“ war mit anderen bis in den Sitzungssaal des Senats vorgedrungen.

Stolz treten sie aus der unscheinbaren Tür neben der großen Freitreppe auf der Ostseite des Kuppelbaus. Sie schwenken Fahnen, recken die Arme in die Höhe und grölen. „Wir haben die Auszählung gestoppt“, ruft einer stolz. Die Umstehenden klatschen. „Wir kämpfen für Trump!“, skandieren die Randalierer, die kurz zuvor das Kapitol gestürmt haben. „USA! USA!“, grölen andere. Eigentlich ist der Kapitolshügel mit dem eindrucksvollen klassizistischen Parlamentsgebäude, dem strahlend weißen Supreme Court und der riesigen Library of Congress ein erhabener Ort. Von hier kann man weit ...

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