DAMASKUS/BERLIN

Assad zeigt sich kurz in Moschee

Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist erstmals seit dem Anschlag auf die Führung der Sicherheitskräfte im Juli wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Assad besuchte am Sonntag zum Ende des Fastenmonats Ramadan eine Moschee in Damaskus.

Auf den Fernsehbildern lauschte Assad den Worten eines Predigers, der den Aufstand gegen die mehr als 40 Jahre währende Herrschaft der Familie Assad als Werk der USA, Israels, des Westens und arabischer Länder darstellte. Seit dem Anschlag auf das Hauptquartier der Sicherheitskräfte am 18. Juli war Assad nur in Fernsehbildern in Amtsgebäuden zu sehen gewesen. Bei dem Attentat waren ein Schwager des Staatschefs und ranghohe Vertreter des Sicherheitsapparats getötet worden.

Der neue UN-Syrien-Gesandte Lakhdar Brahimi verlangte unterdessen Klarheit darüber, welche Unterstützung er von den Vereinten Nationen für seine Aufgabe erwarten kann. Es seien viele Fragen offen, sagte der 78-jährige Algerier am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wie sollen wir uns organisieren, mit wem sprechen wir und welche Art von Plan werden wir ausarbeiten?“, so Brahimi. All das müsse geklärt werden. Im Sender France 24 fügte er mit Blick auf den Sicherheitsrat hinzu: „Wenn sie mich nicht unterstützen, gibt es auch nichts zu tun.“

Deutschland unterstützt die syrischen Rebellen einem Zeitungsbericht zufolge indirekt mit nachrichtendienstlichen Informationen. Ein mit Spionagetechnik ausgerüstetes Marineschiff kreuze vor der Küste des umkämpften arabischen Landes, berichtete die „Bild am Sonntag“. Damit ließen sich Truppenbewegungen bis zu 600 Kilometer tief in Syrien beobachten. Erkenntnisse etwa über Militäraktionen der Regierungstruppen würden an amerikanische und britische Partnerdienste weitergegeben, hieß es. Von dort aus gelangten auch Informationen an die syrischen Aufständischen.

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