Der andere 11. September

Vor 40 Jahren: Ein Militärputsch beendete 1973 in Chile brutal den Versuch eines Sozialismus in Freiheit. Der Staatsstreich sorgte weltweit für Bestürzung, fand aber auch Beifall – unter anderem in Würzburg.
Auf dem Posten: Salvador Allende (mit Brille) mit Leibwächtern am 11. September 1973 wenige Stunden vor seinem Tod.
Foto: DPA | Auf dem Posten: Salvador Allende (mit Brille) mit Leibwächtern am 11. September 1973 wenige Stunden vor seinem Tod.

Es sind 44 Einschüsse, die später im Körper des Toten gezählt werden, abgefeuert aus einem Maschinengewehr im Estadio Nacional, dem zum Konzentrationslager umfunktionierten Nationalstadion in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Der Erschossene, er heißt Victor Jara, dürfte schon vor dem Kugelhagel mehr tot als lebendig gewesen sein. Ein Offizier hatte den Liedermacher der chilenischen Linken unter den Gefangenen im Stadion erkannt und brutal foltern lassen.

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