(afp) Zehn Tage nach dem tödlichen Holzklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg hat die Polizei eine heiße Spur. Sie sucht nach einer Gruppe von vier oder fünf Jugendlichen, die sich zum Tatzeitpunkt auf der Brücke aufgehalten haben sollen. Nach der Veröffentlichung eines Phantombildes seien am Mittwoch bereits etwa 50 neue Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher der Sonderkommission „Brücke“. Bislang seien die Mitglieder der Gruppe allerdings noch nicht konkret identifiziert. Auch die Herkunft des sechs Kilogramm schweren Holzklotzes, der am Ostersonntag eine zweifache Mutter vor den Augen ihrer Familie getötet hatte, ist demnach noch nicht geklärt.
Die von der Polizei gesuchte Gruppe besteht den Zeugenangaben zufolge aus Heranwachsenden im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Die Polizei hat Fahndungsplakate mit der Abbildung in Schulen, Tankstellen und in den Bussen der Linie, die noch kurz vor der Tat am Sonntagabend die Brücke über die Autobahn 29 überquerte. Darüber hinaus setzten die Ermittler ihre Hoffnungen in die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“, die am Mittwochabend über den Fall berichtete.