Wie viel verträgt der Mensch?

Ist jeder Mensch Strahlung ausgesetzt?

Ja, denn in Luft, Wasser und Boden gibt es natürliche radioaktive Stoffe. In Deutschland bekommt ein Mensch jährlich rund 2 Millisievert (2 Tausendstel Sievert) an natürlicher Hintergrundstrahlung ab. Sievert ist die Maßeinheit, mit der die biologische Wirkung der radioaktiven Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen angegeben wird. Da ein Sievert eine sehr große Dosis ist, sind Angaben in Tausendstel Sievert (Millisievert, mSv) üblich.

Welche zusätzliche radioaktive Belastung gibt es?

Medizinische Untersuchungen wie das Röntgen verursachen für jeden Deutschen im Schnitt eine Belastung von rund 2 Millisievert. Die Belastung durch Atomkraftwerke ist dem Bundesamt für Strahlenschutz zufolge bei unter 0,01 mSv.

Welche Grenzwerte gibt es?

Die Bevölkerung in Deutschland darf durch die Nutzung radioaktiver Stoffe mit maximal 1 Millisievert (mSv) pro Jahr belastet werden. Menschen, die beruflich mit Radioaktivität zu tun haben, dürfen höchstens 20 mSv pro Jahr ausgesetzt sein.

Welchen Mengen sind die Arbeiter im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ausgesetzt?

Nach jüngsten Angaben sollen Arbeiter in Fukushima mindestens 170 Millisievert abbekommen haben. Die japanische Regierung hat den Grenzwert von 100 auf 250 Millisievert pro Jahr erhöht.

Ab wann ist radioaktive Strahlung gesundheitsschädlich?

Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt für einen Dosisbereich von 1 bis 6 Sievert Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Haarausfall als Symptome. Bei 5 bis 20 Sievert können Schock und Blutungen auftreten. Bei mehr als 20 Sievert tritt der Tod innerhalb von zwei Tagen ein. TEXT: dpa

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