Würzburg

Rotstift bei der Commerzbank: Folgen für Nordbayern unklar

Die Commerzbank will bundesweit massiv Stellen streichen. Bleibt die Frage, was das für die von Würzburg aus geführten Filialen in Nordbayern bedeutet.
Die Commerzbank will bis 2024 rund 10 000 Vollzeitstellen abbauen. In Deutschland würde dies jeden dritten Arbeitsplatz betreffen.
Foto: Daniel Karmann, dpa | Die Commerzbank will bis 2024 rund 10 000 Vollzeitstellen abbauen. In Deutschland würde dies jeden dritten Arbeitsplatz betreffen.

Paukenschlag bei der Commerzbank: Das teilstaatliche Geldhaus mit Sitz in Frankfurt meldete am Donnerstag den Abbau von rund 10 000 der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen in Deutschland bis 2024. Was das für die neun von Würzburg aus geleiteten Filialen bedeutet, blieb am Freitag offen.

"Ich kann im Moment noch gar nichts dazu sagen", teilte der für Teile Nordbayerns zuständige Commerzbank-Sprecher Peter Tiefenbach auf Anfrage dieser Redaktion mit. Der Aufsichtsrat in Frankfurt werde am Mittwoch über die nun vorgelegten Rotstift-Pläne des Vorstandes beraten. Entscheidungen seien noch keine gefallen. 

Welche Filialen von Würzburg aus geleitet werden

Von den derzeit 790 Filialen in Deutschland sollen noch 450 übrig bleiben. In Nordbayern hat die Commerzbank Niederlassungen in Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Bamberg, Coburg und Forchheim.

Ebenfalls von Würzburg aus geführt wird die Filiale im thüringischen Sonneberg. Insgesamt geht es um 135 Beschäftigte. Die auch zu Würzburg gehörenden Außenstellen in Wertheim und Kitzingen seien derzeit coronabedingt geschlossen, so Sprecher Tiefenbach. Was aus ihnen nach Corona wird, ließ er offen.

Zuletzt hatte die Würzburger Zentrale ein solides Geschäftsjahr gemeldet. Die Zahl der Kunden sei um drei Prozent auf gut 89 000 gewachsen, hieß es bei der Jahrespressekonferenz Anfang April vergangenen Jahres.

Wann die nächsten Entscheidungen fallen

Details ihrer bundesweiten Einschnitte sowie die Ziele für die Jahre 2021 bis 2024 will die Commerzbank im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 11. Februar erläutern - vorausgesetzt, der Vorstand beschließt das Maßnahmenpaket in Folge der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch. Branchenexperten erwarten für das Geschäftsjahr 2020 tiefrote Zahlen. Analysten gehen davon aus, dass die Commerzbank erst 2022 wieder die Gewinnzone erreichen wird.

Die Commerzbank will mit den angekündigten Schritten die Kosten "erheblich reduzieren" und die Profitabilität bis 2024 "deutlich erhöhen". Das Sparpaket wird auf den Commerzbank-Chef Manfred Knof zurückgeführt, der erst seit Jahresbeginn im Amt ist.

(Mit Informationen von dpa)

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