WÜRZBURG (ELLA) Theresia Dömling aus Würzburg wusste Rat: Bei der Ruine in der Verlängerung des Weges zur Zeller Waldspitze, die im VOLKSBLATT abgebildet war, handelt es sich nicht, wie andere Leser vermutet hatten, um ein weiteres Überbleibsel der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945.
"Da wohnten nach den Krieg ausgebombte Höchberger aus dem Hexenbruch", erinnerte sich die 86-Jährige, die bis vor zehn Jahren im Weg zur Zeller Waldspitze gewohnt hatte. "Das war auch keine Kapelle, sondern ein normales kleines Wohnhaus, allerdings mit einem wunderschönen Blick über das Maintal hinaus", so Theresia Dömling weiter. Ihrer Erinnerung nach stand das Haus bereits in den frühen 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als sie mit ihrer Familie dorthin gezogen ist.
Erst in den 1960er Jahren seien die Kriegsflüchtlinge ausgezogen, danach habe sich niemand mehr um das Gebäude gekümmert und es sei nach und nach bis zum heutigen Zustand verfallen.