Von wegen Fest der Liebe und der Familie. In der Würzburger Justizvollzugsanstalt (JVA) verbringen rund 550 Frauen, Männer und Jugendlichen die vermutlich belastendsten Tage im Jahr. Während andere zuhause bei ihren Angehörigen um dem Christbaum feiern, sitzen sie an Heiligabend und an den Weihnachtstagen oft einsam hinter der verschlossenen Zellentür. Ein kleiner Lichtblick kann da die ökumenische Christvesper am Montagnachmittag gewesen sein: Einen Tag vor Heiligabend war Bischof Friedhelm Hofmann hinter die sechs Meter hohen Mauern der JVA gekommen, um mit den Gefangenen die Geburt Jesu zu feiern.
WÜRZBURG