Viele Gastronomien haben seit 2024 darauf gehofft: Ab 2026 soll die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie, von aktuell 19 Prozent wieder auf sieben Prozent abgesenkt werden. Dies war bereits während der Corona-Pandemie und des darauffolgenden Ukraine-Krieges von der Politik umgesetzt worden. Die Gastronomen sollten damit entlastet werden. Die Vereinbarung lief Anfang 2024 aus. Nun haben Union und SPD die erneute Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten.
Landkreis Kitzingen
Immer wieder verblüffend, warum all die typischen Gastro-Basher nicht längst die Branche gewechselt haben, um dann mit eigener Beiz zum alsbaldigen Millionär zu werden. Sorry, aber Ihr habt alle nicht den Hauch einer Ahnung. Viel Spaß in der nur noch von System'gastronomie' beherrschten tristen Zukunft. Wir haben selbst das Glück, sehr ordentlich selbst kochen zu können. Und wenn's dann ja mal fort geht, wird der angemessene Preis ohne Gejaule gezahlt. Plus Trinkgeld, wenn's gepasst hat. [Ausgerechnet Johann Lafer hat vor Jahrzehnten schon bemerkt, dass der Deutsche lieber bestes Maschinenöl für seine Karre bezahlt als für's Salatöl, das in seinen eigenen Magen wandert. DA liegt buchstäblich der Hase im Pfeffer!]
Der Hase im Pfeffer liegt mMn da, dass die Kosten nach Höhe und Reichweite schneller steigen als das was die Leute von ihrem Verdienst noch "nebenher" ausgeben können. Fängt an mit der Miete, geht weiter über Heizung, Strom etc. und hört bei den Sozialversicherungen noch lange nicht auf. Ich vermute mal, die Gastronomie ist nicht die einzige von diesem Problem betroffene Branche. Wenn wir jetzt hergehen wollen und jede davon durch Steuererleichterungen subventionieren, kommen wir wirklich zu einer Art Planwirtschaft, wo nicht mehr die Einzelperson entscheidet, wer wieviel von ihrer (oft genug verd... sauer erarbeiteten) Wirtschaftskraft abbekommt, sondern der Staat, der damit vor den diversen Lobbys kuscht, wenn sie nur laut genug schreien. Ich hätte auch gerne eine Mehrwertsteuerermäßigung auf die von mir gebuchten Waren/ Leistungen - meint hier jemand, ich komme damit durch?! Gleiches Recht für alle, sonst hat sich's (bald) auch was mit dem "Rechtsstaat"!!
Was das für die Gäste bedeutet: in erster Näherung garnix. Was das für die Allgemeinheit bedeutet: irgendwo muss der Staat das Geld ja herholen, und irgendwie scheinen das immer die Einkommen der Normalbürger/innen zu sein. Irgendwann kommt es vielleicht dann mal, dass die Gaststätten gleich einen bestimmten Anteil der Löhne und Gehälter überwiesen bekommen, damit sie weiter existieren können, auch wenn sich von den Zahlemännern und -frauen niemand mehr einen Gaststättenbesuch leisten kann. Na da freuen sich doch die ungeschoren gebliebenen Großkopferten, dass sie immer gleich einen Platz beim Lieblingswirt bekommen... und können beim Essen ungestört und ungehört über die gierigen Bürgergeldempfänger/innen schimpfen, die sich doch tatsächlich (sicher aus purem Neid) an dieser Finanzierung nicht beteiligen! Oder?
Es stellt sich sowieso auch jetzt die Frage, warum eine 0,75l-Flasche Mineralwasser (oft nur Mittelmaß) oft zwischen 5 und teilweise über 7 Euro kosten muss. Dafür bekomme ich fast zwei Kästen gleichwertiges Mineralwasser. Das war auch so, als die MwSt mal auf 7% gesenkt war.
Getränke wurden schon immer mit 19 % Mwst. belegt
Wer erinnert sich noch an die Währungsumstellung in 2002 von der DM zum Euro? Von verschiedenen gesellschaftlichen Seiten wurde der damalige Bundeskanzler Kohl aufgefordert ein Gesetz zu beschließen, bei dem in allen Fällen die Preise mit dem neuen Euroumrechnungskurs umzurechnen sind. Herr Kohl erzählte seinerzeit etwas von der "Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft" Haben die Speisegaststätten etc. seinerzeit neben der Währung auch die Preise neu berechnet oder nur das Währungskennzeichen geändert. Nach meiner Erinnerung hat das Schnitzel den gleichen Betrag, aber nicht in DM, sondern in EURO gekostet. Unseren Politikern muss man doch zugestehen, dass sie ein besonderes Gespür für die Branche haben, insbesondere dann, wenn man auch die darbenden Fastfoodketten davon profitieren, obwohl sie wie bekannt alle steuerlich Tricks zur Steuervermeidung einsetzen.
Das war doch klar, dass die Einsparung nicht weitergegeben wird. Es war nichts anderes als ein fettes Geldgeschenk an die eigene Klientel, das man sich auch getrost hätte sparen können.
Vor allem ein fettes Geschenk für die Systemgastronomie (Mäckes, Burgerkönig, Kentuky Duck, ...)
So ist es. Die 7% bedeuten pro Jahr einen Steuerausfall von 3 Mrd. Euro, der dann woanders reingeholt werden muss.
Wenn es euch zu teuer wird, geht einfach nicht hin!
Oh nein, das sind die selben hochqualifizierten Zeitgenossen, die bei herzzerreißender Dauerklage über die 'Abzocke' zu hoher Spritpreise - mit laufendem Motor vor dem Bäcker zum Brötchenholen stehen. Die muss man allesamt nicht weiter ernst nehmen.
All das erinnert an die berüchtigte Mövenpick-Affäre um 2010, als die FDP nach Großspenden die Hotelsteuer senkte.
Auch wenn die Gastronomie schon mit den Kosten zu kämpfen hat, sind solche Aussagen das falsche Signal an die Verbraucher. Die werden dann nich weiter ermutigt, nicht oder noch wenigen essen zu gehen.
Das ganze ist so derart peinliche Unions-Klientel-Politik an den Interessen der Bürger vorbei, dass man sich nur wundern kann, wie wenig die Medien diese Unverschämtheit klar benennen. Söders bevorzugter Transfett-Lieferant McDonalds profitiert - hat schon mal jemand gefragt, ob es hier Gegenleistungen gab? Oder ist das mittlerweile auch schon egal?
Anscheinend ist in der Gastronomie es prinzipiell unmöglich Preise zu senken und zweitens läuft bis 2026 noch viel Wasser den Main runter. Da wird sich schon ein Hindernis für die unbrechtigte Steuersenkung ergeben.
Nachdem die Verbraucher keine Kontrollmöglichkeit haben: es wird nichts weitergegeben. Da bin ich mir sicher, denn die Gastronomie kämpft ja eh mit Kosten (Energie...).
Die sollen ruhig die Ermäßigung für sich selbst verwenden. In der Gastromie herrscht eh eine große Flaute. Ganz zu schweigen von den immensen Kosten. Gruß Klaus Habermann, Estenfeld !
Komisch, bei den hier bekannten Wirtschaften, bekommt man keinen Platz ohne Reservierung. Von Flaute keine Spur - selbst unter der Woche muss man Glück haben, wenn man mit mehr als 2 Personen kommt, dass man einen Tisch erhält. Und selbst in Dorfwirtschaften, werden teils Schoppenpreise ab 5€ aufgerufen. Muss mich revidieren, das waren 0, 2 Liter.! Bin Mal gespannt ob in der Wirtschaft, die mit Begründung der MwSt Erhöhung das Cordon Bleu von 17,80 auf 22,80 ????angehoben hat, sich was nach unten bewegt Und der Beilage Salat wird jetzt auch extra angeboten Ne ne so schlecht, kann es dieser Gastro nicht gehen
Da wird nichts beim Verbraucher ankommen. Man wird die Senkung in die eigene Tasche stecken. Immer so, bei Preiserhöhungen ist man sofort dabei und bei Senkungen wird gezögert. Geh heute mal essen da bist du bei einer Cola 0.4 schnell bei 5 Euro. Selbst im Supermarkt kostet die 1.25 l Flasche knapp 1 Euro, d. h. 0.5 l ca. 50 cent -Gewinnspanne der Gastronomen 3 stelliger Prozent Bereich, über 10 facher Preis. MfG Johannes Bullmann, MPA
Daß diese Milchmädchen-Rechnung Unfug ist, braucht nicht weiter erläutert werden. Oder soll ich wirklich aufzählen, was von dieser (fälschlicherweise so genannten) Gewinnspanne alles bezahlt werden muß?
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