Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim hat laut einer Pressemitteilung ein wegweisendes Projekt zur Verbesserung der Notfallversorgung von Kindern gestartet: Erfahrene Kinderärztinnen und Kinderärzte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin begleiten seit Februar dieses Jahres Notfalleinsätze im Altkreis Bad Mergentheim. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit der Kindernotärztlichen Begleitung soll diese auch auf die Regionen Tauberbischofsheim, Buchen und Hohenlohe ausgeweitet werden, heißt es weiter.
Immer dann, wenn es zwischen 8 und 16 Uhr zu einem Notfalleinsatz kommt, bei dem Kinder beteiligt sind, begleitet seit Februar eine Kindernotärztin oder ein Kindernotarzt aus dem Caritas-Krankenhaus die reguläre Notfallversorgung. Ziel der Begleitung ist es, eine kindgerechte, hochqualifizierte Erstversorgung direkt am Einsatzort sicherzustellen – insbesondere bei lebensbedrohlichen Zuständen bei Säuglingen, Kleinkindern oder Jugendlichen.
Kinderintensivmedizinische Erfahrung kann lebensrettend sein
„Gerade bei Kindern entscheiden oft Minuten über den weiteren Verlauf. Durch unsere Mitfahrt können wir gezielt auf die besonderen physiologischen Bedingungen und Krankheitsbilder im Kindesalter eingehen und bereits präklinisch entscheidende Weichen stellen,“ erklärt Dr. Saskia Wunderlich, Team-Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die dieses Projekt federführend angestoßen hat. „Wir bringen unsere intensivmedizinische Erfahrung direkt mit an den Einsatzort – das hat sich bereits als lebensrettend erwiesen.“
Tatsächlich waren die Kindernotärzte aus dem Team des Caritas-Krankenhauses in den vergangenen Monaten bereits mehrfach im Einsatz, in zwei Fällen sei die spezialisierte Begleitung entscheidend für das Überleben und das Outcome des Kindes gewesen. Die Rückmeldungen aus dem Rettungsdienst sind durchweg positiv – sowohl was die medizinische Expertise als auch die Zusammenarbeit betrifft. „Der Kindernotarzt kann vor Ort die allgemeinmedizinischen Notärzte unterstützen, vital bedrohliche Zustände gezielter behandeln und – falls nötig – eine frühzeitige Übergabe in die stationäre Versorgung vorbereiten. Dank der hervorragenden intensivmedizinischen Ausstattung der Kinderklinik, sowohl im prästationären Bereich als auch auf der Station, ist eine durchgängige Behandlungskette auf hohem Niveau gewährleistet“, betont der ärztliche Direktor des Caritas-Krankenhauses Dr. Jochen Selbach mit Blick auf den enormen Mehrwert dieser Neuerung.
Hervorragende Zusammenarbeit
„Das Projekt verbessert die Notfallversorgung spürbar und stärkt die Sicherheit für Kinder in unserer Region – ein Gewinn für Familien, Rettungskräfte und medizinisches Personal gleichermaßen,“ so Wunderlich. Die langjährige erfahrene Stationsleitung der Kinderintensivstation Sabine Rauscher empfindet die Teamentwicklung und die ausgebaute Notfallversorgung als maximalen Zugewinn für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in der Region. Mit der Ausweitung auf die Einsatzbereiche in die Regionen Tauberbischofsheim, Buchen und Hohenlohe für lebensbedrohlich erkrankte Patienten wird die Versorgungsqualität für Kinder in medizinischen Notlagen nun flächendeckend verbessert. „Die Erweiterung des Leistungsspektrums wurde in enger Abstimmung mit der Integrierten Leitstelle und dem Roten Kreuz erarbeitet – mit dem Ziel, die Notfallversorgung von Kindern in der Region weiter zu verbessern“, erklärt Dr. Saskia Wunderlich, Team-Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. (ella)
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