Thundorf

Auch Thundorf hat nun einen Defibrillator

Das lebensrettende Gerät wurde offiziell übergeben. Nun besitzen die Ortsteile Thundorf, Theinfeld und Rothhausen jeweils einen Defibrillator.
Die Übergabe des Defibrillators für den Ortsteil Thundorf fand am Donnerstag statt: (von links) Praktikantin Miriam Mai, 1. Bürgermeisterin Judith Dekant, Bauhofleiter Bernhard Schmitt und Allianzmanagerin Hannah Rabea Grübl. Foto: Philipp Bauernschubert       -  Die Übergabe des Defibrillators für den Ortsteil Thundorf fand am Donnerstag statt: (von links) Praktikantin Miriam Mai, 1. Bürgermeisterin Judith Dekant, Bauhofleiter Bernhard Schmitt und Allianzmanagerin Hannah Rabea Grübl. Foto: Philipp Bauernschubert
| Die Übergabe des Defibrillators für den Ortsteil Thundorf fand am Donnerstag statt: (von links) Praktikantin Miriam Mai, 1.

Jetzt hat auch der Gemeindeteil Thundorf einen neuen Defibrillator . Er ist in der Bushaltestelle am Rathaus angebracht. Am Donnerstag fand die offizielle Übergabe des lebensrettenden Geräts im Beisein von 1. Bürgermeisterin Judith Dekant, Bauhofleiter Bernhard Schmitt, Allianzmanagerin Hannah Grübl und deren Praktikantin Miriam Mai statt.

Defibrillatoren gehören zu den Basis-Maßnahmen der Reanimation. Jede Minute des Herzstillstandes zerstört ein Zehntel des Gehirns. Schnelle Hilfe ist deshalb sehr wichtig, gerade in ländlichen Regionen, die etwas abseits von Städten beziehungsweise Zentren liegen. Die Gemeinde Thundorf hat nun für seine drei Gemeindeteile - Thundorf , Rothhausen, Theinfeld - je einen Defibrillator angeschafft, denn Einrichtung eines solchen Gerätes kann Leben retten. In Rothhausen ist der Standort ebenfalls in der Bushaltestelle und in Theinfeld am Feuerwehrhaus.

ALE übernimmt bis 80 Prozent der Kosten

Die Nettokosten für die drei Defibrillatoren werden bis zu 80 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE) durch das sogenannte Regionalbudget für die Allianz "Schweinfurter Oberland" gefördert. Die restlichen 20 Prozent stemmt die Gemeinde Thundorf als Projektträger der Defibrillatoren . Beschafft wurden die Geräte über das Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen.

32 Kleinprojekte gefördert

Die Allianz "Schweinfurter Oberland" hat sich 2020 erstmals erfolgreich um ein Regionalbudget beworben, welches vom ALE mit 90.000 Euro gefördert wird. Die Allianz und damit die sechs Mitgliedsgemeinden Markt Stadtlauringen, Markt Maßbach, Üchtelhausen, Rannungen, Schonungen und Thundorf beteiligen sich insgesamt mit 10.000 Euro pro Jahr. Damit können erstmals in diesem Jahr insgesamt 32 Kleinprojekte in den sechs Gemeinden gefördert werden. In Thundorf sind es neben den drei Defibrillatoren noch eine Kindersitzgruppe für das Außengelände des Kindergartens "Unterm Regenbogen".

Die Zuwendung für ein Kleinprojekt wird als Zuschuss im Wege der Anteilsfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben eines Projekts (Bruttokosten abzüglich Umsatzsteuer, Skonto, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 Prozent vom ALE durch das Regionalbudget bezuschusst, maximal jedoch mit 10.000 Euro, und unter Berücksichtigung der im Falle der Auswahl im privatrechtlichen Vertrag festgelegten maximalen Zuwendung. Die restlichen Kosten trägt der Projektträger. Nicht bezuschusst werden Kleinbeträge unter 500 Euro.

Was ist ein Defibrillator

Ein Defibrillator (Schockgeber) ist ein technisches Medizinprodukt , das die Aufgabe hat, das Herz mit elektrischen Impulsen zu versorgen.Das Ziel dieser Impulsgebung ist einerseits die Aktivierung des Herzschlags und andererseits die korrekte Rhythmusherstellung. Das Gerät kommt zur Anwendung, wenn ein bedrohlich schneller Herzschlag oder das lebensgefährliche Kammerflimmern vorliegen. Hierbei ist die Erregungsleitung im Herzen gestört, so dass die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. Um diese gefährlichen Herzrhythmusstörungen zu beenden, sind elektrische Schocks geeignet. Sie unterbrechen die Erregungsleitung und ermöglichen so die Wiederherstellung eines regulären Herzrhythmus .

Niemand muss Angst haben, bei der Bedienung des Gerätes etwas falsch zu machen. Die Hilfsorganisationen bieten ergänzend zur Erste-Hilfe Ausbildung die Handhabung am Defibrillator .

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