Bad Kissingen

Bad Kissingen: Corona fordert ein weiteres Todesopfer

Die 7-Tage-Inzidenz im Bäderlandkreis ist nach wie vor ein Stück niedriger als im Land und im Bund.
Schulungen für Corona-Tests (Symbolbild) werden aktuell immer wichtiger.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa | Schulungen für Corona-Tests (Symbolbild) werden aktuell immer wichtiger.

Mit der aktuellen 7-Tage-Inzidenz der Region können die Menschen im Landkreis Bad Kissingen zufrieden sein. Nicht aber mit der Zahl der Menschen, die vor Ort im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen gestorben sind. Denn diese Zahl ist nach Angaben des Landratsamtes vom Montag jetzt auf 72 gestiegen. Wie die Kreisbehörde berichtet, wies die verstorbene Person Vorerkrankungen auf. Sie war lediglich über 60 Jahre alt.

Fünf neue Corona-Fälle meldete das Gesundheitsamt am Montag. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Tagen im Verlauf der zweiten Welle eine geringe Zahl. Weil gleichzeitig elf Personen im Vergleich zum Vortag als genesen eingestuft werden, sank die Zahl der aktuell vor Ort mit dem Corona-Virus infizierten Menschen auf 163.

163 aktuell Infizierte

70 von ihnen leben nach Angaben der Kreisbehörde im Altlandkreis Bad Kissingen. 57 ordnet die Behörde dem Altlandkreis Hammelburg und 36 dem Altlandkreis Bad Brückenau zu. Von den neuen Infektionen ist auch wieder eine besonders sensible Einrichtung betroffen. Im Azurit Pflegezentrum Bad Bocklet wurden laut Gesundheitsamt zwei Personen aus der Mitarbeiterschaft positiv auf das Virus getestet.

Die 7-Tage-Inzidenz, die beschreibt wie viele Neuinfektionen je 100 000 Einwohner es vor Ort in den sieben Tagen davor gegeben hat, errechnete das Gesundheitsamt am Montag mit 88,1. Das Robert-Koch-Institut (RKI) kam bei seinen Berechnungen auf 84,3, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf nahezu identische 84,27. Zum Vergleich: Für den Freistaat Bayern gab das RKI die Inzidenz am Montag mit 107,0 an, für den Bund betrug der Wert 111,2.

Bald 2000 Betroffene

Bei der Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie steht der Landkreis jetzt kurz vor der Marke 2000. Am Montag gab das Landratsamt den Stand mit 1986 an. Von den bisher betroffenen Menschen gelten 1751 als gesundet.

Stationär behandelt werden im Moment 26 Personen mit Covid-19-Erkrankungen. In Quarantäne befinden sich aktuell 293 Kontaktpersonen. Die Zahl der Menschen mit Erstimpfungen gegen Covid-19 hat im Landkreis bis Montag den Wert 1961 erreicht. 953 Frauen und Männer hätten zudem bereits ihre Zweitimpfung bekommen, schreibt das Landratsamt.

Wie es mit Pflegebedürftigen ist, die daheim versorgt werden

Am Bürgertelefon des Landkreises werde immer wieder gefragt, wie und wann Pflegebedürftige geimpft werden, die daheim versorgt werden, berichtet das Landratsamt in seinen Online-Informationen zum Thema Corona. Diese Impfungen würden voraussichtlich von mobilen Teams vorgenommen. Der Landkreis sei gerade dabei, Details zu klären.

Angehörige oder andere Menschen, die solche Pflegebedürftigen unterstützen, seien aufgerufen, diese im Impfportal unter www.impfzentren.bayern zu registrieren. Wenn Online-Registrierung nicht möglich sei, bestehe noch die Möglichkeit, die Impf-Hotline zu nutzen (0971/801-1000). Sobald ein konkreter Impftermin vereinbart werden könne, würden die Unterstützenden kontaktiert. Dann sei es wichtig, dass die Angehörigen darauf hinweisen, dass die Pflegebedürftigen zuhause geimpft werden müssen. Bei der Registrierung könne das nicht vermerkt werden.

Unklar sei vielen pflegenden Angehörigen außerdem, wann sie selbst geimpft werden. Auch hier empfiehlt das Landratsamt, sich im Impfportal zu registrieren. Unter der Bemerkung „Ich arbeite in einem sonstigen Beruf mit hohem Personenkontakt als …“ müsse dann ein Haken bei „Enger Kontakt zu einer Schwangeren oder pflegebedürftigen Person“ gesetzt werden. Die pflegenden Angehörigen gehören zum Personenkreis mit hoher Priorität (Stufe 2) und werden entsprechend informiert, sobald ein Impftermin für diesen Personenkreis vereinbart werden kann.

FFP2-Maskenpflicht

Außerdem weist das Landratsamt darauf hin, dass die seit 18. Januar in bestimmten öffentlichen Bereichen in Bayern geltende FFP2-Masken-Pflicht auch für Besuche im Landratsamt und seinen Außenstellen sowie für den Besuch des Abfallwirtschaftszentrums Wirmsthal und der gemeindlichen Wertstoffhöfe im Landkreis gilt.

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