BAD BRÜCKENAU

Gute Gästezahlen und neue Ideen

Ausbaufähiger Trend: Aus den ohnehin guten Gästezahlen in Bad Brückenau und Staatsbad stachen die bei den Wohnmobilisten heraus. Gute Belegung also auch auf dem Wohnmobil-Parkplatz an der Sinnflut, an dem dieses Foto entstand.
Foto: Julia Munzke | Ausbaufähiger Trend: Aus den ohnehin guten Gästezahlen in Bad Brückenau und Staatsbad stachen die bei den Wohnmobilisten heraus.

Seit 1. Januar liegt die Tourismusvermarktung für Bad Brückenau und Staatsbad allein in Händen der Stadt. Jetzt gab es eine gute Nachricht zu verkünden: Mit 306 411 Übernachtungen verbuchten Stadt und Staatsbad für vergangenes Jahr fast 4000 mehr als 2009.

Man merkte es der stellvertretenden Bürgermeisterin Adelheid Zimmermann und Gudrun Friedrich-Kleine von der Touristinformation an: Mit der Präsentation der Übernachtungsstatistik von Stadt und Staatsbad im öffentlichen Pressegespräch beschritten sie persönlich ungewohnte Pfade.

Zwar bringen Stadt und Staatsbad ihre Zahlen seit 2007 gemeinsam heraus, doch jetzt das erste Mal in Verantwortung der Stadtverwaltung. Bisher hatte sich die Kurverwaltung um die touristische Vermarktung über Kataloge, Prospekte und Anzeigen gekümmert und das Staatsbad dabei als Schwerpunkt präsentiert. Die Stadt, so empfand man es in deren Verwaltung, kam zu kurz.

Das soll sich jetzt ändern: „Es war seit Jahren klar, dass die Vermarktung in die Hände der Stadt übergehen wird, was zum 1. Januar geschehen ist“, sagte Zimmermann. Erste Konsequenz daraus: Bad Brückenau und seine Möglichkeiten sollen in Broschüren, Katalogen und im Internet stärker berücksichtigt werden – ohne selbstverständlich das Staatsbad außen vor zu lassen. Beide sollen gleichberechtigt dargestellt werden.

Das merkte man auch bei der Präsentation der Zahlen. Denn Zimmermann und Friedrich-Kleine hoben die Ankünfte von Passanten hervor, also Menschen, die für weniger als drei Nächte in der Stadt bleiben – privat als auch beruflich. Dazu kommen Wohnmobilisten. 20 916 waren das im vergangenen Jahr, ein Plus von 4,87 Prozent gegenüber 19 944 Ankünften im Jahr 2009. Hinzu kommen die Kur- und Urlaubsgäste, also die, die in Staatsbad und Stadt unterkommen und Kurtaxe zahlen.

Rechnet man beides zusammen, stiegen in Stadt und Staatsbad 2010 insgesamt 58 852 Gäste ab. Das ist eine Steigerung von 3,86 Prozent (2009: 56 664).

Mit der Zahl der Gäste stieg auch die der Übernachtungen: 306 411 waren es 2010, 302 564 im Jahr davor. Rückläufig ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Sie betrug 5,2 Nächte. 2009 verbuchte man den statistischen Wert von 5,3 Nächten.

„Diese Zahl ist seit Jahren rückläufig“, sagt Friedrich-Kleine. Anders als früher würden die Leute nicht mehr drei bis vier Wochen Jahresurlaub am Stück nehmen, sondern öfter und dafür kürzer wegfahren. Adelheid Zimmermann nannte das „kleiner Urlaub“.

Und in dem liegt eine große Chance. Denn Friedrich-Kleine sieht einen klaren Trend in den sportlichen Bereich. Neben dem klassischen, meist älteren Gesundheits- und Wellnesspublikum kommen immer mehr Wanderer und Radfahrer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren.

Die größte Steigerung gab es bei den Wohnmobilpassanten. Sie übernachten meist einen, selten mehrere Tage auf einem der drei Plätze in Stadt und Staatsbad. 950 Ankünfte wurden 2010 gezählt – ein Wachstum in zwei Jahren von fast 200 Prozent, so die Tourismus-Expertin.

Friedrich-Kleine will das noch ausbauen, aber auch ausdrücklich Gäste aus allen Altersschichten in die Region holen. Deswegen soll die Werbung im Internet ausgebaut werden. Die neue Bad Brückenauer Internetseite gibt es seit Dezember. Aus dem Netz kann man sich Anwendungen – sogenannte Apps – herunterladen, die Infos über die Stadt, Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Wanderrouten geben.

Mehr Informationen unter www.bad-brueckenau.de

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