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Oberbach: Im Haus der Schwarzen Berge geht's jetzt hoch her

Was lange währt, wird nun bald wahr: Die Bauarbeiten am Biosphärenzentrum in Oberbach sollen im Mai 2021 beendet sein. Was der Kreisausschuss jetzt noch beschlossen hat.
Haus der Schwarzen Berge: So sieht der Gebäudekomplex nach der Aufstockung aus.
Foto: Archiv Lena Pfister | Haus der Schwarzen Berge: So sieht der Gebäudekomplex nach der Aufstockung aus.

Seit gut drei Jahren wird am Haus der Schwarzen Berge in Oberbach gebaut. Die Arbeiten sind in zwei Bauabschnitte gegliedert. Mit dem Umbau und der Erweiterung des Gebäudes begann der Bauherr Landkreis im November 2017. Vollzug meldete man im August 2019. Dann wurde mit der Aufstockung des Hauses begonnen, ungefähr vor einem Jahr feierte man Richtfest. Wenn es nach den Plänen des Kreises geht, könnte nun im Mai 2021 alles abgeschlossen sein.

Auf dem Dach des gesamten Gebäudekomplexes soll auch wieder, wie zuvor, eine Fotovoltaikanlage installiert werden, hieß es im Kreisausschuss. Allerdings wird es nicht mehr die alte Anlage sein, welche die Rhöner Sonnenstrom Wildflecken GbR im Jahr 2004 dort angebracht hatte. Damals hatte das Gebäude noch dem Markt Wildflecken gehört, der seinerzeit mit der GbR einen Pachtvertrag über 20 Jahre (bis 2024) geschlossen hatte. Der Vertrag wurde im Oktober 2020 aufgehoben, ein Ertragsausfall von 9000 Euro wurde abgelöst.

Aufstockung beschlossen

Als der Landkreis den Gebäudekomplex (eine ehemalige Schule) im Jahr 2017 vom Markt Wildflecken übernahm, stellte sich recht bald heraus, dass Investitionen notwendig waren. Ursprünglich hatte man sogar überlegt, die Grundfläche des Gebäudes zu vergrößern. Doch dann entschied sich der Kreistag für eine Teil-Aufstockung des Anbaus.

In luftiger Höhe: Zimmerer und Dachdeckermeister im Januar 2020 beim Richtfest.
Foto: Archiv Wolfgang Dünnebier | In luftiger Höhe: Zimmerer und Dachdeckermeister im Januar 2020 beim Richtfest.

Mit der Entfernung des Dachs musste schließlich auch die gesamte alte Fotovoltaikanlage im Herbst 2019 demontiert und eingelagert werden. Sie diente der Rückspeisung der erzeugten Energie ins öffentliche Stromnetz und hatte eine Gesamtleistung von 6,08 Kilowatt-Peak (kWp), sagte Natalja Lepichin von der Hochbauverwaltung.

Nachdem man die mit 38 Solarmodulen ausgestattete Anlage überprüft hatte, kam man in der Hochbauverwaltung zu dem Entschluss, die alte Anlage nicht mehr aufzubauen, weil sie, nach heutigem Stand, nicht mehr rentabel und teilweise schadhaft gewesen sei.

Neue Anlage mit maximaler Leistung

Der Kreis wird nun eine neue Anlage mit 60 Modulen anbringen, mit der maximal möglichen Leistung von rund 22 Kilowatt-Peak, die jetzt zur Eigennutzung bestimmt ist. Mit dem so gewonnenen Strom will man auch die neu errichtete E-Ladestation am Haus der Schwarzen Berge teilweise betreiben, so Lepichin weiter. Der durch die Solarstrom-Anlage erzeugte Überschuss soll vor allem für den Eigenverbrauch der Einrichtungen innerhalb des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Rhön genutzt werden.

Da war was los: Tag der Region im Biosphärenzentrum Haus der Schwarzen Berge im Oktober 2017.
Foto: Archiv Marion Eckert | Da war was los: Tag der Region im Biosphärenzentrum Haus der Schwarzen Berge im Oktober 2017.

Voraussichtlicher Kostenrahmen der Anlage: etwa 56 000 Euro. Der Preis erschien Volker Partsch (Die Grünen) und Waldemar Bug (ÖDP) zu hoch, zumal in der Anlage nicht einmal ein Speicher integriert sei. "Ein Speicher ist heutzutage Standard. Man speichert den Strom nachts und nutzt ihn am nächsten Tag", sagte Bug und wollte ohne einen integrierten Speicher dem Projekt nicht zustimmen.

Ein Plädoyer für den Stromspeicher

Die Speichermöglichkeit war wohl ohnehin innerhalb der Verwaltung schon im Gespräch, wie in der Diskussion deutlich wurde. "Die Frage ist, welche Energieverbräuche haben wir und was kommt dann noch im Speicher an?", sagte Landrat Thomas Bold. Die Fotovoltaikanlage werde ja erst noch ausgeschrieben, sagte Hochbau-Bereichsleiter Ralph Katholing und vermutete, dass die Kosten eher unter den 56 000 Euro liegen werden.

"Natürlich wollen wir ein günstiges Angebot. Aber wir sollten den Speicher integrieren und sehen, was der Markt hergibt", sagte Bold schließlich. Der Beschluss fiel einstimmig. Apropos Kosten: Für Umbau und Erweiterung des Gebäudes fielen für den Kreis Kosten in Höhe von 930 000 Euro an. Die Aufstockung wurde zu Maßnahmenbeginn mit rund 810 000 Euro veranschlagt. Nach den Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktur-Einrichtungen (RÖFE) kann der Landkreis mit Fördermitteln in Höhe von 400 000 Euro rechnen.

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