Bad Brückenau

Regena Bad Brückenau: Hoffnung auf einen Investor

Zum ersten Insolvenzverfahren über die 2021 geschlossene Klinik kommt nun ein zweites. Doch es gibt auch positive Signale.
Unklar bleibt  weiter eine Nachnutzung für das Regena Gesundheits-Resort & Spa. 
Foto: Archivfoto Ulrike Müller | Unklar bleibt  weiter eine Nachnutzung für das Regena Gesundheits-Resort & Spa. 

Das im Herbst 2020 eingeleitete Insolvenzverfahren über die Regena GmbH & Co.KG läuft noch, heißt es auf Nachfrage dieser Redaktion aus dem Nürnberger Büro der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen. Deren Anwalt Stefan Debus ist mit der Insolvenzverwaltung beauftragt.

Das Verfahren war erforderlich geworden, nachdem die GmbH & Co.KG im Sommer 2020 ihr  traditionsreiches Regena Gesundheits-Resort & Spa geschlossen hatte.  Der Betrieb rechnete sich offenbar nicht mehr. "Die Suche nach einem Investor, der die Immobilie übernehmen will, ist auf einem ganz guten Weg", sagte am Dienstag, 2. März, eine Sprecherin der Kanzlei, ohne Einzelheiten zu nennen.

Nachnutzung noch offen

Nach Aufnahme des vorläufigen Insolvenzverfahrens im frühen Herbst hatte am 1. November am Amtsgericht Schweinfurt das ordentliche Insolvenzverfahren begonnen. Coronabedingt habe sich der Ablauf etwas verzögert, heißt es dazu aus der Nürnberger Anwaltskanzlei. Zu früh sei es deshalb, über eine mögliche Nachnutzung zu sprechen. Offen ist auch noch die Quote, zu der offene Forderungen von Gläubigern erfüllt werden. Die Klärung dieser Frage kann sich gewöhnlich über Jahre hinziehen.

Eröffnet ist unterdessen seit Ende Februar ein zweites, noch vorläufiges Insolvenzverfahren zur Regena Klinik vor dem Amtsgericht Schweinfurt.  Es betrifft die Regena Verwaltungs-GmbH, die als persönlich haftender Gesellschafter selbst keinen Besitz an der Immobilie oder Beschäftigte hatte. Zum Insolvenzverwalter ist ebenfalls Stefan Debus bestellt. Bis zum 8. April können Gläubiger ihre Ansprüche geltend machen.

Von der Schließung des Resorts waren im Vorjahr rund 50 Mitarbeiter betroffen. Es spielte mit seinen 86 Zimmern und 130 Betten eine wichtige Rolle beim Kurangebot in Bad Brückenau.  Laut Beobachtern hatte es in den vergangenen Jahren versucht, sich durch Umstrukturierungen und Modernisierungen auf den sich wandelnden Markt einzustellen. Erschwerend kam dann die Corona-Krise dazu.

Wegen Corona zunächst vorübergehend geschlossen

Das Regena Gesundheits-Resort & Spa musste auf die Vorgaben der Landesregierung zur Corona-Prävention hin am 18. März den Betrieb einstellen. Ende Mai kündigte das Haus dann an, es werde zum 10. Juni seine Türen wieder öffnen. Einige Wochen später folgte dann aber die erneute Schließung.

„Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie“, teilte das Regena damals mit, habe die Geschäftsleitung entschieden, „den Betrieb vorübergehend einzustellen“. Damals hoffte das Unternehmen noch, dass es sich nur um eine sommerliche Zwangspause handle und der Betrieb im Herbst wieder beginnen könne. Doch dieser Neustart ließ sich dann offenkundig wirtschaftlich nicht mehr darstellen.

Nach dem Beginn des Betriebs im Dezember 1972 hat sich das zwischen der Stadt und dem Staatsbad gelegene Regena zu einem Bad Brückenauer Traditionshaus entwickelt. Das Angebot haben die Jeweiligen Betreiber regelmäßig weiterentwickelt. Zum guten Ansehen vor Ort trug unter anderem die 1999 fertiggestellte Therme bei.

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