Bad Kissingen

Spiel mit schönen Klängen

Silk Street: Die Bad Kissinger Jazzsängerin Silke Straub hat ihre erste CD mit Eigenkompositionen herausgebracht. Ihre Musik ist eine persönliche Melange aus Jazz und Pop.
„Ich versuche Klänge, die mir gefallen, zu verknüpfen und Raum zu schaffen für Improvisationsteile.“ Silke Straub, Jazzsängerin aus Bad Kissingen, hat ihre erste CD „Silk Street“ herausgebracht.
Foto: Dawn Hänsch | „Ich versuche Klänge, die mir gefallen, zu verknüpfen und Raum zu schaffen für Improvisationsteile.“ Silke Straub, Jazzsängerin aus Bad Kissingen, hat ihre erste CD „Silk Street“ herausgebracht.

Sie hat lange gewartet, jetzt hat sie sich getraut, ihre eigene Musik zu veröffentlichen. Ab sofort ist die CD „Silk Street“ der Bad Kissinger Jazzsängerin Silke Straub im Handel. Die zwölf Titel auf der Scheibe sind eine ganz persönliche Melange aus Jazz und Pop. In den Stücken hat Silke Straub persönliche Erlebnisse musikalisch verarbeitet, schöne Klänge geformt, dissonant, wie im Jazz üblich, für das ungeübte Ohr aber durchaus bekömmlich.

Das Warten hat sich gelohnt. Silke Straub hat seit ihrem Jazzgesangsstudium an der Musikhochschule in Nürnberg ihre Stimme zu einer Perfektion und Klarheit heranreifen lassen, die dem Hörer einen unangestrengten Wohlklang bereitet. Es sind die leisen Töne, die Leichtigkeit und das Spiel mit den schönen Klängen, das einem beim Hören die Augen schließen und träumen lässt.

Schon der Titel der CD weist darauf hin. „Silk Street ist ein Spiel mit meinem Vornamen“, erklärt Silke Straub. Silk steht für seidig, für das Feine, das Leichte ihrer Jazzstimme. Und „Street“ ist Sinnbild für den „eigenen Weg“, den sie mit ihren Eigenkompositionen einschlägt.

„Silk Street“ steht auch als Name für die Band, mit der die Jazzvokalistin ihre Songs eingespielt hat: am Piano Bernhard Pichl, ein in der Szene angesagter Jazzpianist aus Kitzingen, von dem auch zwei Kompositionen auf der CD zu hören sind; an der Gitarre Michael Schmolke, Musikpädagoge aus Nürnberg; am Bass Hendrik Gosmann aus Fürth, der an der Uni Wuppertal lehrt und ebenfalls zwei Eigenkompositionen beigesteuert hat; und an den Drums Werner Treiber, BR-Studioschlagzeuger und Dozent der Musikschule in Nürnberg. Als Gast hatte Silke Straub die Cellistin Irene von Fritsch ins Studio geholt, um ihrem Song „Boredom“ mit dem weichen Celloklang eine besondere Note zu geben.

Den Stücken liegt ein ganz eigener Zauber inne. Sie sind lebendig und abwechslungsreich, mal traumverloren, mal leidenschaftlich oder auch mal schmalzig. Wie „Ill never forget“, ein Song, der das Glück in Töne fasst, geliebt zu werden und lieben zu dürfen. Sie erzählen kleine Geschichten, wie „That Day in July“, an dem sich zwei Menschen kennenlernen, oder nehmen „Mr. O' Shaughnessy“ auf die Schippe, der sich für so einen tollen Kerl hält, aber eigentlich ein Langweiler und ne Witzfigur ist. „Meine Texte erzählen von Liebe und Ängsten, tollen, aber auch seltsamen Menschen und Situationen. Manchmal philosophiere ich, beispielsweise über die Langeweile – ein Zustand, der durch uns Menschen oft zu negativ besetzt wird.“

2007 hat Silke Straub mit dem Komponieren und Texten begonnen. „Ich habe schöne Klänge gesucht“, und daraus sind dann Songs entstanden. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. „Es ist ein kreativer Akt, da muss man frei sein dafür“ – und in der rechten Stimmung. So wie bei „Interludes of Bright Weather“: Zwetschgenkuchen im Ofen, toller Duft, Herbstsonne, Herbstfarben, warm. „So war es tatsächlich.“ Der Song handelt von der Liebe zur Natur, davon, dass das Leben manchmal grau, manchmal bunt ist. Man riecht den Zwetschgenduft, spürt die warme Herbstsonne und sieht das Farbenspiel in den herabfallenden Blättern der Bäume.

Alle Texte sind in Englisch. „Das ist die perfekte Sprache für mich zu singen“, sagt Silke Straub. Gegengelesen wurden sie von der befreundeten Engländerin Dawn Hänsch. Die Fotografin und Grafikerin aus Kleinbrach hat auch die Fotoaufnahmen für das 20-seitige Booklet gemacht und die grafische Gestaltung übernommen. Aufgenommen wurden die Songs im Studio der Musikhochschule Nürnberg, wo Silke Straub als Dozentin für Jazzgesang unterrichtet. Die künstlerische Endbearbeitung erfolgte im Post-Productionstudio Guido Hieronymus in Berlin. Herausgegeben wird die CD bei Label 11, dessen Chef Peter Fulda die Songs für die Band arrangiert hat.

Im Herbst sollen die Release-Konzerte starten, bei denen Silke Straub mit ihrer Band die neue CD „Silk Street“ der Öffentlichkeit vorstellen wird. Die Tour soll durch ganz Deutschland führen, geplant sind natürlich auch Konzerte in Nürnberg, ihrer musikalischen Heimat, und in der hiesigen Region, unter anderem in Bad Kissingen, Schweinfurt und Würzburg, wo die Bad Kissingerin ebenfalls als Jazzgesangsdozentin an der Musikhochschule unterrichtet.

Um „Silk Street“ zu hören, muss man natürlich nicht bis Herbst warten. Die CD ist seit 2. Juni im Handel (siehe Infokasten).

Silk Street

Die CD „Silk Street“ mit Silke Straub (Vocals/Composition/Lyrics), Bernhard Pichl (Piano/Composition), Michael Schmolke (Guitar), Hendrik Gosmann (Bass/Composition), Werner Treiber (Drums/Percussion), Irene von Fritsch (Violoncello) und Peter Fulda (Arrangement) ist seit 2. Juni im Handel. Sie ist erhältlich bei: • Buchhandlung Reinisch Bad Kissingen • Buchhandlung Schöningh Bad Kissingen • Buchhandlung Johannis in Nürnberg • Fotostudio Morningside Photography Dawn Hänsch in Bad Kissingen

oder im Internet unter www.silkstreet.eu und www.amazon.de. Downloads: iTunes, amazon, musicload, napster, spotify

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