WÜRZBURG

Hermann Neubert ist tot

Hermann Neubert
Foto: T. Müller | Hermann Neubert

Er galt als eine der größten Unternehmer-Persönlichkeiten Mainfrankens: Möbelhaus-Gründer Hermann Neubert ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 91 Jahren in Würzburg gestorben. Er wurde am Montag im Familienkreis auf dem Friedhof in Heidingsfeld beigesetzt. Neubert hatte das Möbel-Unternehmen ab 1946 aufgebaut und bis ins hohe Alter geführt. Anfang des Jahres 2000 verkaufte er die Möbelhäuser in Würzburg und Hirschaid/Bamberg an die österreichische Möma-Lutz-Gruppe.

Hermann Neubert musste früh im Leben Verantwortung übernehmen: Als elfjähriges Kind verlor er seinen Vater, musste die Schule abbrechen und machte später eine Schreinerlehre. Er folgte damit der familiären Glaser- und Tischlertradition. Nach der Zerstörung des väterlichen Betriebes im Krieg baute Neubert ab 1946 aus dem Nichts eine Schreinerei auf und wandelte sie rasch zu einem der erfolgreichsten und größten Möbelhäuser Deutschlands. Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal bezeichnete Neubert als einen „Pionier des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach 1945“, wofür dieser unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und der silbernen Stadtplakette ausgezeichnet wurde.

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