Anschauen und selbst künstlerisch aktiv werden

Untersteinbach In dem Werkstattatelier des Bildhauers Manfred Reinhart gab Landrat Rudolf Handwerker den Startschuss für das Projekt "Kunststück!" des Landkreises, des Verbandes der Volkshochschulen und des Vereins "Kultur e. V.". Es lädt mit Workshops, Ausstellungen und Atelierbesuchen bei Künstlern zu einem Spaziergang durch die reiche Kulturlandschaft des Landkreises mit ihrer Vielfalt und Originalität ein.
Im Werkstattatelier von Manfred Reinhart       -  Im Werkstattatelier von Manfred Reinhart wurde das dritte "Kunststück!" eröffnet. Unser Bild zeigt von links:
Bernhard Schurig, Geschäftsführer des Verbandes der Volkshochschulen, die Kulturbeauftragte des Landkreises,
Sibylle Kneuer, die Vorsitzende des Kultur e. V., Dr. Barbara Goschenhofer, Landrat Rudolf Handwerker, Manfred
Reinhart und den Vorsitzenden des Verbandes der Volkshochschulen, Winfried Schlee.
Foto: FOTO ULRIKE LANGER | Im Werkstattatelier von Manfred Reinhart wurde das dritte "Kunststück!" eröffnet. Unser Bild zeigt von links: Bernhard Schurig, Geschäftsführer des Verbandes der Volkshochschulen, die Kulturbeauftragte des ...
Manfred Reinhart ist ein Künstler, der aus der Fülle der klassischen Bildhauerei schöpft. So spürt man in seinen Werken die Liebe zu klassischen Elementen, wie der figürlichen, proportionalen Darstellung. Doch aus der Auseinandersetzung mit der Klassik und der Moderne hat er einen eigenen Weg gefunden, der seinen Steinskulpturen und Bronzeplastiken "neues" Leben einhaucht. Bei der Eröffnung des Projekts "Kunststück!" in seinem Atelier wurden die Gäste zunächst von dem Duo "Horizons", Michael Christof Schmitt (E-Violine) und Klaus Neubert (E-Gitarre), musikalisch und von Rauhenebrachs Bürgermeister Oskar Ebert mit Worten begrüßt.

"Die Werkstatt von Manfred Reinhart, der sein handwerkliches Können in den Marmorbergen von Carrara in Italien erwarb und nun in den grünen Hügeln des Steigerwaldes verfeinert, ist ein Spiegelbild für die große Bandbreite der Veranstaltungen", stellte Rudolf Handwerker fest. So wie Reinhart würden viele Künstler im Landkreis die Ruhe und Inspiration für ihre kreative Arbeit finden. Leider würden Kunst und Kultur heute vielfach nicht in angemessener Weise gewürdigt.

Andererseits gebe es eine Sehnsucht nach einer geistigen Dimension, zu der die Kultur gehöre. "Bei uns in den Haßbergen ist sie als wesentlicher Teil der geistigen Infrastruktur und als ein großes Stück Lebensqualität sogar zur Hauptsache geworden." Der Landkreis sei auf einem guten Weg, sich mit der Museumsarbeit, den Burgenprojekten und mit dem "Kunststück!" als Kulturstandort zu etablieren. Das sei nicht nur das Verdienst des Landkreises, sondern vor allem der vielen "kreativen Köpfe", die den Namen Haßberge in die Welt tragen. Darauf könne man stolz sein.

Beim dritten "Kunststück!" in Folge stünden bei den 36 Programmpunkten nicht die Quantität, sondern die Qualität und Vielfalt im Vordergrund. Ohne das Engagement und das "Herzblut" der Künstler und Galerien sei dies aber nicht möglich, dankte Handwerker allen Beteiligten. Auch die finanzielle Unterstützung des Bezirks Unterfranken und der Sparkasse Ostunterfranken hob er lobend hervor.

Dass Kultur zu den "freiwilligen Leistungen" zähle, sei grundfalsch. Denn die Erhaltung und Pflege des großen Schatzes an kulturellen Gütern sei eine Pflichtaufgabe der gesamten Gesellschaft. Derzeit plane der Landkreis daher gemeinsam mit der Sparkasse Ostunterfranken die Schaffung einer Kulturstiftung, um Kunst und Kultur zu fördern.

Der Verband der Volkshochschulen beteilige sich gerne am "Kunststück!", gab der Geschäftsführer Bernhard Schurig an. Zum einen stelle diese Aktion nicht nur eine hervorragende Präsentation künstlerischen Schaffens dar, sondern ermögliche allen dafür offenen Menschen eine aktive Beteiligung. Die Auseinandersetzung mit der Kunst könne die Sinne öffnen, die Achtsamkeit schärfen und ein differenziertes, intensiveres Verhältnis zur Umwelt und damit auch zu sich selbst finden.

Auch Dr. Barbara Goschenhofer, Vorsitzende des Kultur e. V., stellte den Wert der Kunst für die Gesellschaft heraus. Kunst gehöre zwingend zum ganzheitlichen Bildungsanspruch. "Sie macht uns fähig, menschlich zu leben, ästhetisches Empfinden zu lernen und selbst künstlerisch tätig zu sein." Zum anderen überwinde Kunst alle Barrieren zwischen den einzelnen Nationen. "Jeder Besucher ist daher ein Träger der wichtigen Botschaft von der Schönheit dieser Welt!" Sie dankte allen Beteiligten an diesem Projekt und hob den Sachverstand sowie Elan von Sibylle Kneuer besonders hervor.

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