Zeil

Auf den Spuren der Zeiler Steinhauer

Die Diesjährige Steinbruchwanderung der Gemeinde Breitbrunn und der Volkshochschule führte die Teilnehmer nach Zeil.
Foto: Armin Süppel | Die Diesjährige Steinbruchwanderung der Gemeinde Breitbrunn und der Volkshochschule führte die Teilnehmer nach Zeil.

Jedes Jahr im Frühjahr lädt die Gemeinde Breitbrunn zusammen mit der Volkshochschule zu einer Sonntagswanderung ein. Nachdem in den zurückliegenden Jahren die Steinbrüche in der Breitbrunner Gegend erkundet wurden, sollten zukünftig die Sandsteinbrüche der umliegenden Gemeinden, die wie Breitbrunn der ILE-Lebensregion plus Haßberge-Maintal-Steigerwald angehören, kennengelernt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Breitbrunner Bürgermeisterin Gertrud Bühl. So waren bereits die Sander Steinbrüche am Hermannsberg und der Eltmanner Hahnbruch Ziel der vergangenen Frühjahrswanderungen. In diesem Jahr begaben sich die Steinbruchinteressierten unter der Führung von Heimatforscher Heinrich Weisel auf die Spuren der Zeiler Steinhauer.

Apostel und Bamberger Reiter

Bei gutem Frühlingswetter trafen sich die Teilnehmer am Marktplatz der Stadt Zeil. Fach- und ortskundig habe Heinrich Weisel die Wanderung zum Geologiepunkt im Steinbruch am Schleifberg und in die Steinbrüche am Jägersteig und am Neuberg gelenkt, heißt es in der Pressemitteilung. Hierbei wurden die Schwierigkeiten beim früheren Steinabbau der Zeiler Steinhauer deutlich: Beim zunehmenden Steinabbau an den steilen Berghängen wurde der Abraum immer höher und die Gefahr bei der Arbeit führte auch zu tödlichen Unfällen.

Heinrich Weisel erzählte weiter über die Verwendung des Zeiler Schilfsandsteins beim Dombau in Bamberg. Wie der Geologe Professor Manfred Fürst in seinem 1995 erschienen Buch „Natur und Kultur – Kunstwerke aus Stein in der Region Bamberg“ schrieb, wurden aus Zeiler Schilfsandstein der Bamberger Reiter, die Figuren Synagoge und Ecclesia, die Darstellung der Apostel und Propheten im Inneren des Doms sowie die kunstvoll gestalteten Eingangspforten Adams-, Marien- und Fürstenportal an den Außenseiten des Domgebäudes gestaltet.

Entstehung des Sandsteins

Auch zur Entstehung des Sandseins vor 200 Millionen Jahre wusste Heinrich Weisel viel zu berichten. Die rund acht Kilometer lange Rundwanderung endete für die begeisterten Teilnehmer wieder am Marktplatz in Zeil. Bürgermeisterin Gertrud Bühl dankte Weisel für seine informative Führung an diesem Nachmittag sowie für sein nun schon jahrelanges Mitwirken im Arbeitskreis zur Entstehung der „Erlebniswelt Fränkischer Sandstein“. Abschließend kehrten die Teilnehmer in der Brauereigaststätte Göller zu einem Steinhauer-Bier und einer Steinhauer-Brotzeit ein. (pes)

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