Sand am Main

Corona: Sport- und Kulturhalle in Sand soll zur Schnellteststation werden

Der Landkreis Haßberge möchte das Netz an Testmöglichkeiten weiter ausbauen. Die Gemeinde Sand steht bereits in den Startlöchern und hat alles vorbereitet.
Die Gemeinde Sand will in der Sport- und Kulturhalle eine neue Corona-Teststation einrichten.
Foto: Alfons Beuerlein | Die Gemeinde Sand will in der Sport- und Kulturhalle eine neue Corona-Teststation einrichten.

Auf der Tagesordnung für die Öffentliche Sitzung des Sander Gemeinderates in der kommenden Woche steht – abgesehen von den allgemeinen Anfragen und Bekanntmachungen – nur ein Punkt: Die Einführung einer Corona-Schnellteststation. Entstehen soll diese in der Sport- und Kulturhalle.

Auf die Frage, ob es sich dabei um eine Eigeninitiative der Gemeinde handelt oder um ein Projekt des Landkreises, antwortet der zweite Bürgermeister Julian Müller (CSU): "Eigentlich war es beides." Er hat derzeit in Sand das Heft in der Hand, während Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) Urlaub hat. Müller berichtet, vor zwei Wochen habe er angeleiert, dass Sand eine Schnellteststation bekommen könne. "Es ist alles vorbereitet, wir sind quasi startklar."

Weitere Gemeinden haben Interesse

Nun kam auch vom Landratsamt die Ansage, dass in den einzelnen Kommunen mehr Teststationen benötigt würden. Moni Göhr, Pressesprecherin der Landratsamtes, berichtet auf Nachfrage dieser Redaktion, Sand sei die einzige Gemeinde, "die sich bisher gemeldet hat und fest plant, ein Schnelltestzentrum einzurichten". Die Meldefrist für die Kommunen laufe noch bis Montag. "Weitere Gemeinden haben angerufen und Interesse bekundet, aber da steht die Rückmeldung noch aus." Julian Müller meint, Sand werde wohl aufgrund der längeren Vorlaufzeit eine der ersten oder sogar die erste Gemeinde sein, die nun mit den Schnelltests beginnen kann.

Einige Kommunen aus dem Landkreis rufen im Internet dazu auf, sich freiwillig als Helfer für die Schnellteststationen zu melden. So schreibt beispielsweise Matthias Schneider (CSU), Bürgermeister der Gemeinde Theres, auf Facebook: "Der Landkreis Haßberge beabsichtigt vor Ort, in den Gemeinden, Teststationen zu errichten. Für den Betrieb zeichnet sich die jeweilige Gemeinde verantwortlich. Damit wir unseren Bürger*innen diese Möglichkeit bieten können, sind wir auf die Unterstützung von freiwilligen Helfern angewiesen. Schulung und Testmaterial sowie Schutzausstattung wird vom Landkreis Haßberge gestellt." Weiter ruft er Interessierte auf, sich per E-Mail oder Telefon an die Gemeinde zu wenden.

Keine Aufgabe für die Feuerwehr

Julian Müller erklärt, dass diese Aufforderungen vor allem in Orten kommen, die keine eigene BRK-Ortsgruppe haben, deren Mitglieder die Arbeit in den Schnellteststationen machen könnten. In Sand werde die Wasserwacht diese Aufgabe übernehmen.

"Die freiwilligen Feuerwehren dürfen das nicht machen", berichtet der stellvertretende Bürgermeister weiter. Denn trotz Schutzkleidung besteht für die Mitarbeiter der Teststationen ein leicht erhöhtes Risiko, sich selbst mit Corona zu infizieren – immerhin haben sie bei dieser Tätigkeit mit vielen Menschen Kontakt. Um auch in Pandemie-Zeiten den Brandschutz zu sichern, ist es deshalb derzeit ausgeschlossen, dass Feuerwehr-Ortsgruppen eine Teststation betreiben. Allerdings könnte sich an dieser Regel etwas ändern, berichtet Müller. "Es ist in Klärung", sagt er.

Die Teststationen sollen das Testangebot im Kreis Haßberge erweitern. Bereits jetzt gibt es Schnelltestzentren in Haßfurt, Hofheim, Ebern, Maroldsweisach und Eltmann sowie ein PCR-Testzentrum in Wonfurt.

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