Die Tränen des alten Müllers

Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt: „Hot and Cool“ brachte im Rügheimer Schüttbau die emotionale Bandbreite von Klezmer und Tango zum Klingen.
Foto: Gudrun Klopf | Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt: „Hot and Cool“ brachte im Rügheimer Schüttbau die emotionale Bandbreite von Klezmer und Tango zum Klingen.

„Die Räder drehen sich, die Jahre vergehen und mit ihnen vergeht auch der Jude“, heißt es in dem Lied „Dem milners trern“ („Die Tränen des Müllers“). Es entstammt der Sammlung „Yiddische Volkslieder“ aus dem Jahr 1900. Ein alter Müller blickt darin auf sein hartes Arbeitsleben zurück. Der ukrainische Komponist Mark Warshawasky habe ihn aber auch besorgt und ahnungsvoll in die Zukunft blicken lassen, so Claudia von der Goltz. Sie beschäftigt sich seit langem mit jiddischen Liedern und trug die anrührenden Strophen während eines Konzerts im Rügheimer Schüttbau ...

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