Riedbach

Feierstunde in Riedbach: Radweg und Gemeindestraße freigegeben

Im kleinen Kreis wurde der fertiggestellte Radweg (hinten links) von Kleinsteinach nach Mechenried und die sanierte Gemeindeverbindungsstraße von der Petersmühle nach Kleinmünster feierlich freigegeben. Im Bild (von links) sind Jan-Michael Derra und Klaus Maaßen vom Ingenieurbüro Stubenrauch,  Bürgermeister Bernd Fischer, Landrat Wilhelm Schneider, Dekan Jürgen Blechschmitt (Rügheim) und Gemeindereferentin Johanna Dünninger (Humprechtshausen).
Foto: Ulrich Kind | Im kleinen Kreis wurde der fertiggestellte Radweg (hinten links) von Kleinsteinach nach Mechenried und die sanierte Gemeindeverbindungsstraße von der Petersmühle nach Kleinmünster feierlich freigegeben.

Bei einer Feierstunde im kleinem Kreis hat jüngst die Gemeinde Riedbach den neuen Radweg vom Riedbacher Ortsteil Kleinsteinach nach Mechenried offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Auch die beim Radweg an der Petersmühle beginnende Gemeindeverbindungsstraße nach Kleinmünster wurde nach Abschluss ihrer umfangreichen Sanierung für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben. Im Rahmen einer kurzen ökumenischen Segensfeier gaben Dekan Jürgen Blechschmitt (Rügheim) und Gemeindereferentin Johanna Dünninger (Humprechtshausen) ihren kirchlichen Segen.

Das Radwegprojekt war seit mehr als zehn Jahren ein lang gehegter Wunsch in den Bürgerversammlungen der Riedbacher Ortsteile. Nun könne die Gemeinde das Projekt, nach einem langen Weg der Planungen und Vorbereitung abschließen, sagte Bürgermeister Bernd Fischer. Die Radwegstrecke führt auf rund zwei Kilometern Länge vom Wertstoffhof in Kleinsteinach ausgehend bis zum Mechenrieder Friedhof.

Die reinen Baukosten des Radweges bezifferte Bürgermeister Fischer mit 1,06 Millionen Euro. Dazu kommen noch  Baunebenkosten und der Grunderwerb in Höhe von 310 000 Euro. Hier bedankte sich Fischer bei allen Grundstücksanliegern, die die benötigten Flächen bereitgestellt haben. Von den förderfähigen Kosten gab es eine Förderung des Freistaates aus FAG-Mitteln in Höhe von 60 Prozent, der Landkreis ist mit einem Unterhaltungskostenzuschuss in Höhe von 20 Prozent mit im Boot. Den Eigenanteil der Gemeinde gab Fischer mit einem Betrag von 500 000 Euro an.

Mögliche Radwegtrassen geprüft

Nach den ersten Kostenschätzungen sei klar gewesen, dass die Gemeinde Riedbach das Radwegprojekt nicht allein stemmen könne, so Landrat Wilhelm Schneider zu Beginn seiner Grußworte. Es wurden alle möglichen Förderwege geprüft und zusammen mit Alfons Schanz von der Tiefbauverwaltung des Landkreises mögliche Radwegtrassen untersucht und abgestimmt. Weil die Radwegstrecke auch für den Landkreis so eine große Bedeutung habe, erinnerte der Landrat, sei im Juni 2016 vom Kreistag die Prioritätsstufe für den Riedbacher Radweg angehoben worden, um das Projekt mit einem einmaligen Unterhaltungskostenzuschuss von 190 000 Euro zu unterstützen. Der Freistaat zog mit einer FAG-Förderung (750 000 Euro) mit. Schneider bedankte sich beim Stimmkreisabgeordneten MdL Steffen Vogel für die großartige Unterstützung.

Im Hinblick auf die überörtliche touristische Erschließung des Landkreises sei der Radweg ein wichtiger Meilenstein vom Steigerwald über den Maintalradweg bis zum Oberen Hassgau und weiter zum Naherholungsgebiet Ellertshäuser See, sagte Schneider. Die Gemeinde Riedbach habe die Zeichen der Zeit und die Bedeutung dieser Radwegverbindung erkannt und die richtige Entscheidung für die Lebensqualität der Bevölkerung getroffen. Erfreulicherweise werde der Lückenschluss von Mechenried über Uchenhofen bis nach Haßfurt vom Haßfurter Stadtrat weiter verfolgt. Durch die Radwege werde auch die Sicherheit für die Kreisbürger im Straßenverkehr erhöht. Nicht zuletzt habe Radfahren auch positive Effekte für die Umwelt mit Reduzierung der Abgase und der Lärmminderung.

Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße 

Bei der sanierten Gemeindeverbindungsstraße von Kleinsteinach nach Kleinmünster wurde auf einer Länge von 850 Meter der Schotterunterbau ausgebessert und seitlich verstärkt, sowie die Bitumentrag- und Deckschicht abgefräst und erneuert. Die Baukosten bezifferte Bürgermeister Fischer mit rund 270 000 Euro, die ohne öffentliche Fördermittel von der Gemeinde gestemmt werden.

Der Hintergrund: Um eine Förderung für das Projekt zu erhalten, müsste der Straßenausbau nach den Förderrichtlinien für Tiefbauneubauten erfolgen. Hier war aber mit fünffach höheren Baukosten zu rechnen. Der Knackpunkt war kurz vor dem Ortseingang von Kleinmünster an der Bergkuppe, erklärte Bürgermeister Fischer. Hier wäre ein enormer Landschaftseingriff notwendig geworden. Zwecks Einhaltung der Baunormen bei der Sichtweite im Kuppenbereich des Straßenverlaufes wären dort umfangreiche Erdbewegungen mit mehreren Tausend Kubikmetern angefallen. Der Mehraufwand stünde trotz Förderaussicht in keinem Verhältnis zum späteren Nutzen, so Fischer weiter. Zudem hätte der Landkreis danach die Gemeindeverbindungsstraße, wie zu Beginn der Ausbauplanungen angedacht, wegen ihres geringen Verkehrsaufkommens und ihrer überörtlichen Unbedeutsamkeit nicht übernommen. Beide Projekte wurden durch das Ingenieurbüro Stubenrauch (Königsberg) geplant und pünktlich von der Tiefbaufirma Stolz ausgeführt.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Haßberge und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Riedbach
Ulrich Kind
Abgase
Baukosten
Bernd Fischer
Ellertshäuser See
Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen
Kleinmünster
Radwege
Recyclinghöfe und Wertstoffhöfe
Sanierung und Renovierung
Steffen Vogel
Straßenverkehr
Wilhelm Schneider
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!