Haßfurt

Gartenbesitzer können ihren Boden kostenlos testen lassen

Der Frühling kündigt sich schon an und Gartenbesitzer können bald mit den Arbeiten beginnen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises bietet laut Pressemitteilung des Landratsamtes Haßberge zum Beginn der Gartenzeit wieder den kostenlosen Service an, Bodenproben untersuchen zu lassen. 

Welche Nährstoffe braucht der eigene Garten denn momentan? Besteht überhaupt Düngebedarf oder stellt der Boden für die anzubauenden Kulturen bereits genug zur Verfügung, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten? Oder ist der Garten mit Nährstoffen schon überversorgt, wie das bereits für die meisten Haus- und Kleingärten gilt?

Diese Fragen stellen sich nicht nur, weil Nährstoffe im Überangebot das Pflanzenwachstum sogar hemmen können, sondern auch, weil ein Übermaß an Dünger früher oder später zu Auswaschungen vor allem von Stickstoff ins Grundwasser oder in nahe Oberflächengewässer führen kann. Somit bestehe letztendlich das Risiko einer weiteren Verschlechterung der Gewässer auch durch unnötige Einträge aus den zahlreichen Haus- und Kleingärten, nicht nur aus der Landwirtschaft und dem Straßenverkehr. Das geht aus einem Presseschreiben des Landratsamtes hervor.

Untersucht werden Kalium, Phosphor und pH-Wert

Eine erste Einstufungsmöglichkeit biete im Zug dieser Fragestellung der sogenannte "Düngepass", der für Bürger aus dem Landkreis Hassberge kostenlos durch den Abfallwirtschaftsbetrieb angeboten wird. Aufgrund der Untersuchung von eingereichten Bodenproben könne zunächst über die analysierten Gehalte von Kalium und Phosphor ein erster Eindruck gewonnen werden, ob der eigene Garten für den optimalen Ertrag über die Eigenkompostierung hinaus nachgedüngt werden sollte oder ob die regelmäßige Kompostgabe zur Humusbildung völlig ausreichend ist. Der ebenfalls mitanalysierte pH-Wert der Erde gebe zudem die Information, ob für die genutzten Flächen über eine Gabe von Kalk das Bodenmilieu angepasst werden sollte oder ob eine sogenannte Erhaltungskalkung ausreicht.

Um die Bodenproben korrekt zu entnehmen, wird zunächst ein Loch mit einer Spatentiefe gegraben. An der Seitenwand sticht man dann mit dem Spaten eine circa drei Zentimeter dicke Bodenscheibe ab und entnimmt daraus mittig einen Streifen von circa fünf Zentimeter Breite.

Dies ist ausreichend für circa 300 Gramm  Boden, der dann in einem zuvor wasserfest und gut leserlich beschrifteten Beutel (Probennummer, Name und Adresse)  verpackt wird und im März an einem der kreiseigenen Wertstoffhöfe oder am Kreisabfallzentrum in Wonfurt zu den Geschäftszeiten abgegeben werden kann. Bei Bedarf sind solche Probenbeutel kostenfrei dort erhältlich. Die konkreten Öffnungszeiten sind im aktuellen Abfallkalender hinterlegt.

Pro Haushalt werden bis zu vier Bodenproben kostenfrei untersucht. Die Ergebnisse liegen nach circa zwei bis drei Wochen vor und werden in Form des individuellen Düngepasses an den Absender zurückgeschickt. Daher sei eine leserliche Anschrift auf dem Probenbeutel umso wichtiger.

Für die weitere Beratung hinsichtlich der Ergebnisse stehen dann die Kreisfachberater für Gartenbau unter Tel.: (09521) 942621 zur Seite.

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