Breitbrunn

Gesucht: Stücke für die „Erlebniswelt Sandstein“

Selten liegen die Steinbrüche so nah an den Menschen, wie das in Breitbrunn der Fall ist. Wer vom Bruch aus in Richtung Dorf schaut, kann im Hintergrund die Marien-Kapelle erkennen. Die Kapelle wurde, genauso wie der vorbeiführende Kreuzweg, aus dem heimischen Naturmaterial geschaffen.
Foto: Sabine Meissner | Selten liegen die Steinbrüche so nah an den Menschen, wie das in Breitbrunn der Fall ist. Wer vom Bruch aus in Richtung Dorf schaut, kann im Hintergrund die Marien-Kapelle erkennen.

Bürgermeisterin Gertrud Bühl bittet um Unterstützung: Gesucht werden Ausstellungsstücke für die „Erlebniswelt Fränkischer Sandstein“. Amtskollegen von Bühl, Vereine, Unternehmer, Künstler oder Privatpersonen im Kreis sind aufgerufen, Geschichte und Gegenwart in punkto Sandstein zu belegen.

Die Gemeinde Breitbrunn arbeitet derzeit an einem Förderkonzept für die „Erlebniswelt Fränkischer Sandstein“, die im still gelegten Steinbruch, im ehemaligen „Kellerbruch“ am Ortseingang von Breitbrunn, eingerichtet werden soll. Das Projekt befasst sich mit der langen Tradition des Naturmaterials Sandstein im Heimatkreis und berührt nahezu alle Gemeinden. Mit Ausstellungsstücken, die das Leben und Arbeiten der Steinhauer in der Vergangenheit belegen, aber auch mit Exponaten, die über die Entwicklung der Sandsteinindustrie damals und heute Auskunft geben, soll das museale Projekt gestaltet werden.

Bühl hat die Amtskollegen aller Gemeinden des Kreises in einem Brief aufgefordert, historische Werkzeuge, Bilder aus Steinbrüchen oder von Steinhauern, sonstige Schrift- oder Ausstellungsstücke wie Essentrage-Geschirr, Kleidung oder Kunstwerke aus Sandstein, alte Grabsteine oder zeitgenössische Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Anhand der Ausstellungsstücke soll im Verlauf der Konzepterarbeitung über die weitere Planung sowie die Darstellungsweise der heimatlichen Sandsteinregion entschieden werden. Anhand des Fundus wolle man auch die Kosten abschätzen.

Bühl bittet zudem um Weiterleitung ihres Aufrufs an die heimatgeschichtlichen Arbeitskreise und andere Gruppen im Haßbergkreis sowie natürlich auch an Steinmetzbetriebe und Steinbruchbesitzer. Sie strebt eine kreisweite Vernetzung oder Partnerschaft der aktuell als Steinmetz Tätigen sowie der Steinbildhauer und Steinbruchbetriebe an.

Die ersten Antworten auf Bühls Aufruf sind bereits eingetroffen. „Bisher haben sich die Bürgermeister Stefan Paulus aus Knetzgau, Thomas Stadelmann aus Zeil und Bernhard Ruß aus Sand gemeldet“, informiert Bühl. Sandstein-Grabsteine und Sandstein-Torpfosten aus dem 18. Jahrhundert sowie Bilder oder Niederschriften über die Historie und Arten des Mainsandsteins seien unter den angebotenen Exponaten. Heinrich Weisel und Ludwig Leisentritt aus Zeil hätten laut Bühl engagiert mitgewirkt. Kontakt bestehe auch zu Willi Lediger vom Museumsverein Eltmann. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Eltmanner Firmen Ankenbrand – Bayerische Schleifsteinwerke und Vetter, „die mit Breitbrunn in besonderer Weise verbunden waren.“ Weitere Ausstellungsstücke habe Reinhard Kulick, Professor aus Mainz, zugesagt.

Kontakt: Bürgermeisterin Gertrud Bühl, E-Mail g.buehl@breitbrunn.de; Bauamtsleiter Mathias Stretz, VG Ebelsbach, Tel. (0 95 22) 7 25 11.

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