Ermershausen

Grundstückspreise für Ermershäuser Baugebiet "Belzig" steigen

Im Ermershäuser Baugebiet Belzig steht der dritte und letzte Bauabschnitt der Erschließungsstraße an.
Foto: Beate Dahinten | Im Ermershäuser Baugebiet Belzig steht der dritte und letzte Bauabschnitt der Erschließungsstraße an.

Die Preise für Grundstücke im Baugebiet Belzig werden zum Jahresbeginn 2021 angehoben. Das beschloss der Gemeinderat Ermershausen am Dienstag. Statt aktuell 11,20 Euro kostet der Quadratmeter dann 13 Euro – ohne Erschließung.

Nachdem die Gemeinde seit 2010 auf eine Erhöhung verzichtet hatte, war die Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung weniger das Thema in der eingehenden Diskussion bei der Sitzung im Sportheim. Vielmehr ging es um die Frage: Wie werden ab kommendem Jahr Bauwerber an den Kosten für die Straße in dem Baugebiet beteiligt? Der dritte und letzte Bauabschnitt des Wildenberger Rings steht an. Bisher hat die Gemeinde mit den Bauherren Ablösevereinbarungen geschlossen, die einen Preis von 12,87 Euro je Quadratmeter beinhalten.

Den Hintergrund erläuterte Andreas Dellert, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim. Demnach können die Kosten für eine neue Straße erst umgelegt werden, wenn sie komplett gebaut und abgerechnet ist. Im Fall des Ende der 90er Jahre ausgewiesenen Baugebietes Belzig war von vornherein klar, dass die Bauabschnitte für die Erschließungsstraße über einen längeren Zeitraum verteilt werden. Durch die Ablösevereinbarungen war die Sache für die bisherigen Bauherren erledigt und es war sichergestellt, dass sie alle gleich viel zahlen. Sollte die Straße am Ende teurer werden als ursprünglich angenommen, geht das zu Lasten der Gemeinde.

Viele Reservierungen für Bauplätze

Es gebe derzeit etliche Reservierungen für Bauplätze, sagte Bürgermeister Pfeiffer. Er habe die Interessenten darauf hingewiesen, dass die Grundstücke demnächst teurer werden und die Straße fertig gebaut wird. Bei einem Kaufabschluss noch in diesem Jahr wird die Gemeinde auch in diesen Fällen noch Ablösevereinbarungen anbieten. Für die Zeit ab 2021 gibt es laut Pfeiffer noch keine Interessenten.

"Es geht um die Frage, was das Fairste ist", brachte es dritter Bürgermeister Matthias Keßler auf den Punkt." Der Gemeinderat einigte sich darauf, ab 2021 keine Ablösevereinbarungen mehr zu treffen, sondern Vorauszahlungen von 15 Euro je Quadratmeter zu erheben – nur von den Bauherren, die ab diesem Jahr ein Grundstück kaufen. Wenn die Straße fertiggestellt und abgerechnet ist, erhalten sie einen endgültigen Bescheid. Mit Blick auf die 15 Euro betonte Bürgermeister Pfeiffer, dafür werde der Grundstückspreis nur moderat angehoben und sei immer noch relativ niedrig.

Beteiligung am Burgwinkel-Express

Die Gemeinde Ermershausen beteiligt sich am Burgenwinkel-Express, vorerst für drei Jahre und mit maximal 3000 Euro jährlich. Das beschloss der Gemeinderat mehrheitlich. Alexandra Eiring regte an, den Fahrplan zu ändern: Es sollte die Möglichkeit geben, von Ermershausen auch nach Haßfurt und nicht nur nach Ebern zu fahren. Das Argument der Gemeinderätin: Wenn die heimische Bevölkerung die Linie nutzen könne, bedeute dies einen Mehrwehrt. Und der könnte vielleicht dazu beitragen, die Linie zu etablieren. Bürgermeister Pfeiffer sicherte zu, die Möglichkeit einer Änderung abzuklären.

Neues Geschenk für Neugeborene: Rückwirkend zum 1. Oktober dieses Jahres bekommen Ermershäuser Babys von der Gemeinde ein Kuschelbärchen-Schnuffeltuch und ihre Eltern einen Gutschein für die örtliche Bäckerei mit Lebensmittelladen, wo sie dann beispielsweise Windeln kaufen können. Die Schnuffeltücher lässt die Gemeinde mit einem Slogan bedrucken, etwa in der Art "Ich bin ein Ermershäuser". Der bisherige Gutschein für zwei Monate Kindergarten hat infolge der Beitragsentlastung durch den Freistaat Bayern als Begrüßungsgeschenk ausgedient.

Von den nichtöffentlichen Beschlüssen aus der vorangegangenen Sitzung informierte Bürgermeister Pfeiffer unter anderem über die Auftragsvergabe für Asphaltierungen zum einen am Gehweg vor dem Haus Karin (Angebotssumme rund 4760 Euro) und einem Abschnitt des Flurweges bei den Aussiedlerhöfen (Angebotssumme rund 7700 Euro). Beide Aufträge gingen an die Firma Haschke aus Bad Königshofen.

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